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Möglicher Tönnies-Kredit wird zur Zerreißprobe für Schalke

Clemens Tönnies
Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Clemens Tönnies hat dem FC Schalke 04 einen Millionenkredit angeboten, um mit neuen Spielern den Klassenerhalt zu sichern. Doch der elfköpfige Aufsichtsrat ist darüber völlig uneins. Dem Club droht deshalb die innere Spaltung, wie gleich zwei Medien berichten.

Im Spiegel ist zu lesen, dass Clemens Tönnies dem Club tatsächlich Geld zukommen lassen würde. Dies aber nicht in Form erhöhter Sponsoringgelder einiger seiner immer noch auf Schalke aktiven Tochterfirmen. Sondern nur in Form eines – dann natürlich verzinsten – Kredits, mit dem er mehr Geld machte, als wenn er das Geld bei einer normalen Bank anlegte. Bedingung für eine solche dringend nötige Finanzspritze sei allerdings, dass der Aufsichtsrat des FC Schalke 04 einstimmig für einen solchen Vorgang sei. Das, legt der Spiegel-Text, nahe, wäre bei Weitem nicht der Fall, käme es zur Abstimmung. Zudem habe manch Mitarbeiter der Geschäftsstelle mit Weggang gedroht, sollte man erneut Gelder von Clemens Tönnies annehmen. Einige bevorzugen, Gelder lieber durch Spielerverkäufe oder gar den Verkauf der eSports-Abteilung zu generieren. Ein Zurück von Clemens Tönnies als „Retter“ ist bei dieser Fraktion alles andere als willkommen.

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Tönnies‘ Handeln zeigt immer noch Wirkung auf Schalke

Ganz ähnlich klingt es bei der WAZ, die besorgt fragt: „Droht ein Bruch?“ Dort listet man jene elf Männer auf, die zurzeit den Aufsichtsrat bekleiden. Dieser müsste über das Angebot von Clemens Tönnies entscheiden, käme diese Frage überhaupt auf die Tagesordnung im AR. Zwar ist dieser gefüllt mit vielen Tönnies-Getreuen, aber eben nicht nur. Es gibt auch keine unbeträchtliche Zahl an ausgesprochenen Kritikern von Tönnies‘, vor allem aber eines Weges zurück in eine Abhängigkeit des einstigen großen Zampanos auf Schalke.

Vor einiger Zeit war bereits ein Mitglied, Uwe Kemmer, mit lauter Kritik aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden, weil er viele dortige Entscheidungen nicht mehr mittragen könne. Ähnliches könnte sich wiederholen, fiele doch eine Entscheidung pro Tönnies, was aber wie erwähnt ausgeschlossen zu sein scheint. Dann aber erscheint auch eine weitere fruchtbare Zusammenarbeit dieser elf Männer fraglich – und das, wo es um die sportliche und letztlich auch allgemeine Existenz von Schalke 04 geht.