Schalke News

Nübel-Transfer bringt Schalke Geld – hilft die Summe bei Ebimbe?

Alexander Nübel
Foto: IMAGO

Der Ex-Schalker Alexander Nübel wechselt von Bayern München zu Beşiktaş. Schalke profitiert vom Solidaritätsmechanismus und verdient mit.


Der Wechsel von Alexander Nübel zu Beşiktaş Istanbul ist für den FC Schalke finanziell relevant. Obwohl Nübel seit sechs Jahren nicht mehr auf dem Berger Feld stand, darf sich Schalke über einen sechsstelligen Betrag bei seinem Wechsel in die Türkei freuen. Der Grund dafür ist der FIFA-Solidaritätsmechanismus.

Nach den FIFA-Regularien zum Solidaritätsmechanismus werden bei internationalen Transfers fünf Prozent der Ablösesumme an die Ausbildungsvereine eines Spielers ausgeschüttet. Die Regelung ist in Artikel 21 sowie Anhang 5 der FIFA-Regularien zum Status und Transfer von Spielern festgehalten.

Da Alexander Nübel zwischen seinem 12. und 23. Lebensjahr unter bei Paderborn und Schalke ausgebildet wurde, profitieren beide Klubs vom Wechsel zu Beşiktaş. Die türkische Mannschaft zahlt nach Informationen von Sky eine feste Ablöse von 6,5 Millionen Euro an den FC Bayern München. Dadurch entsteht ein Solidaritätstopf von rund 325.000 Euro. Durch mögliche Bonuszahlungen kann dieser Betrag auf bis zu 575.000 Euro steigen.

Die Einnahmen werden zwischen den Ausbildungsvereinen verteilt. Die Aufteilung dürfte ungefähr bei 50:50 zwischen Paderborn und Schalke liegen, da beide Vereine Alexander Nübel über mehrere Jahre innerhalb des von der FIFA berücksichtigten Ausbildungszeitraums ausgebildet haben.

Nübel-Einnahmen könnten bei Ebimbe-Verhandlungen helfen

Alexander Nübel wechselte 2015 im Alter von 18 Jahren für rund 600.000 Euro vom SC Paderborn nach Gelsenkirchen. Bei Schalke entwickelte er sich zum Bundesliga-Torhüter und absolvierte 53 Spiele. Auch in der Champions League stand er zweimal für Königsblau auf dem Platz – beide Male gegen den Beşiktaş-Rivalen Galatasaray Istanbul.

Sein Abschied verlief allerdings nicht ohne Spannungen. Nachdem sein Wechsel zum FC Bayern während der Saison 2019/20 bekannt wurde, folgten schwache Leistungen und Kritik von den Fans. Im Sommer 2020 verließ Nübel Schalke schließlich ablösefrei in Richtung München.

Beim Rekordmeister erfüllten sich die großen Erwartungen jedoch nicht. Als möglicher Nachfolger von Manuel Neuer verpflichtet, kam Nübel nur auf vier Pflichtspiele für Bayern und wurde mehrfach verliehen, unter anderem zur AS Monaco und zuletzt zum VfB Stuttgart. Bei Beşiktaş wird er zum teuersten Torwart der Vereinsgeschichte.

Für Schalke könnte die zusätzliche Einnahme zum richtigen Zeitpunkt kommen. Der Klub arbeitet weiterhin an einer Verpflichtung von Wunschspieler Éric Junior Dina Ebimbe von Eintracht Frankfurt.

Junior Dina Ebimbe
Foto: IMAGO

Demnach soll Schalke aktuell rund eine Million Euro bieten, während Frankfurt eine höhere Ablöse fordert. Ebimbe soll einem Wechsel nach Gelsenkirchen offen gegenüberstehen, und beide Vereine arbeiten weiterhin an einer Lösung. Zuletzt drohte der Deal allerdings an den finanziellen Bedingungen zu scheitern.