Bundesliga

Kuriosum in der 2. Bundesliga: Schatzschneider wird Tor aberkannt, Teroddes Rekord rückt näher

Simon Terodde
Foto: IMAGO

Derartiges hat es selten bis nie gegeben im deutschen Profifußball. Nach 42 (!) Jahren wird Dieter Schatzschneider ein ihm bislang zugerechneter Treffer aberkannt und stattdessen als Eigentor gewertet. Damit hat Dieter Schatzschneider nur noch 153 statt 154 Zweitliga-Tore erzielt. Simon Terodde liegt bei 149 und es wird erwartet, dass er Schatzschneider in dieser Saison ein- und dann überholt. Nach dieser erstaunlichen Änderung nun noch früher.


Konkret ging es um das 1:0 für Hannover 96 beim letztlichen 4:2-Sieg in Bremerhaven. Schatzschneider hatte an jenem 1. Spieltag am 28.07.1979 vermeintlich getroffen. Der DFL waren aber die Zweifel ob des richtigen Torschützen zu Ohren gekommen. Nun hat sie sich die TV-Bilder angeschaut und entschieden, dass dieser Treffer ein Eigentor von Groothuis war.

So manche Webseite hat schon darauf reagiert und die Daten angepasst. Somit bleiben Schatzschneider immerhin noch zwei weitere Treffer aus der Partie, insgesamt aber einer weniger.

Embed from Getty Images

Schatzschneider nicht glücklich über DFL-Entscheidung

Dass Dieter Schatzschneider seinen Rekord bald einbüssen wird, damit hat der Hüne sich wohl bereits abgefunden. Er kündigte an, dass er Simon Terodde gerne als einer der Ersten gratulieren möchte, wenn es soweit sein wird. Daran, dass Terodde sich diesen Rekord holt, hat niemand ernsthafte Zweifel, es sei denn Terodde würde sich verletzen oder Ähnliches seine Karriere vorzeitig beenden. Aktuell führt er bereits wie die Torjägerliste in der 2. Bundesliga an.

Glücklich zeigte sich Dieter Schatzschneider dennoch nicht über die Entscheidung der DFL. Den Medien äußerte er sich recht eindeutig gegenüber: „Man sollte bei der DFL alle entlassen. Ich bin regelrecht geschockt. Haben die dort nichts anderes zu tun, keine anderen Probleme, als irgendwelche Tore aus der Vergangenheit zu überprüfen? Darüber rege ich mich echt auf.“

Das wiederum wird nichts an dieser Entscheidung ändern, die dennoch – 42 Jahre nach den Ereignissen – äußerst ungewöhnlich wirkt. Immerhin gab so Gelegenheit für Dieter Schatzschneider noch einmal vor dem Verlust seines Rekords im Rampenlicht zu stehen – wenn auch nicht aus positivem Anlass.

Was Simon Terodde zu dem Vorfall denkt, der ihn ein Tor näher an den absoluten Torrkord in der 2. Bundesliga brachte, wurde nicht bekannt.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments