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Revierderby in Dortmund nur vor 300 Fans – und null Schalkern

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Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Es hatte sich in den letzten Tagen überdeutlich abgezeichnet, gestern fiel dann auch die dementsprechende Entscheidung. Das erste Revierderby in der Saison 2020/21 wird vor lediglich 300 Zuschauern stattfinden können. Zuletzt hatten im früheren Westfalenstadion in Dortmund noch einige Tausend Zuschauer die Partien des dortigen BVB verfolgen dürfen.

Rasant steigende Infektionszahlen auch im lange Zeit diesbezüglich vergleichsweise ruhigen Dortmund machten diese Entscheidung des Gesundheitsamts Dortmund unumgänglich. Bei einem Inzidenzwert von über 50 pro 100.000 in den letzten sieben Tagen blieb dem Amt gar nichts anderes mehr übrig, als die zuletzt gelockerten Zügel wieder anzuziehen.

In den Heimspielen des BVB gegen Borussia Mönchengladbach waren noch 9.300 Fans zugelassen gewesen, gegen den SC Freiburg mit 11.500 sogar eine fünfstellige Zahl. Doch im Revierderby wird von dieser zumindest in Ansätzen wieder nach Profifußball wirkenden Atmosphäre nichts mehr übrig sein. 300 Fans des BVB werden aus den zurzeit 35.000 Besitzern von Dauerkarten ausgelost werden, die dann am Samstagabend ab 18.30 Uhr das ewig junge Duell zwischen dem BVB und dem FC Schalke 04 verfolgen können werden.

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Kaum Fans in Dortmund – ein Pluspunkt für Schalke?

Für den FC Schalke 04 könnte das zumindest ein kleiner Vorteil bei der ohnehin schon schwierig genug erscheinenden Aufgabe sein, beim Erzrivalen zu bestehen. Von großer Fan-Unterstützung wird dann aufseiten der Dortmunder nahezu nichts zu spüren sein. Dass das allein aber nicht ausreicht, um in Dortmund nicht unterzugehen, erlebte das Schalker Team bekanntlich beim Restart im Frühjahr. Damals ging man mit 0:4 beim BVB unter, obwohl überhaupt keine Zuschauer zugelassen waren.

Dass Schalker Fans dieser Partie nicht würden beiwohnen können, war ohnehin schon vor der Entscheidung des Dortmunder Gesundheitsamts klar. Auswärtsfans erlaubt das Hygienekonzept der DFL bekanntlich auf unbestimmte Zeit überhaupt nicht. Was nicht heißt, dass sich die treuesten der treuen Schalker Fans nicht intensiv Gedanken um das anstehende Derby und das Auftreten ihres Teams dort machen würden, wie sie mit dieser Aktion eindringlich unter Beweis stellten.