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Vernichtendes Urteil der ZEIT: Inkompentenz Schuld an Schalker Krise

Schuster und Heidel
Foto: imago

Mitten ins Fleisch schneidet ein umfassender Kommentar der ZEIT zu den Gründen für die gegenwärtige Schalker Misere. Was mit der Auflistung der einst auf Schalke ausgebildeten, aber längst entfleuchten Stars beginnt, mündet in einer klaren Schuldzuweisung an frühere Handelnde bei Schalke 04.


Potenzial sei unzweifelhaft vorhanden auf Schalke, stellt Oliver Fritsch in seiner für alle Schalker schmerzhaft betitelten Analyse „Sie könnten Deutscher Meister sein“ eingangs klar.

Doch ganz ähnlich wie der HSV mache der Club nicht nur nichts bis wenig aus diesem Potenzial. Er habe in den letzten Jahren auch etliche Fehler begangen, die nachvollziehbar zur dadurch aufgekommenen und zurzeit alles auf Schalke beherrschenden Krise geführt hätten.

Weltmeister wie Neuer, Özil und Höwedes habe man hervorgebracht, dazu standen im letzten Finale der Champions League gleich vier frühere Schalker auf dem Platz. Doch halten konnte der Club keinen von ihnen. Das lag nicht nur an mangelnder sportlicher Perspektive im Vergleich zu den ganz großen Clubs in Europa, sondern auch an eigenen Versäumnissen. Viel zu selten habe man klar versucht, derartige Spieler zu halten oder zumindest soweit zu binden, dass man bei ihrem Weggang noch einmal groß Kasse hätte machen können.

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Mangelnde sportliche Kompetenz als Kernproblem

Das wiederum haben Personen zu verantworten, denen die ZEIT schlicht die Kompetenz abspricht und das in klaren Worten: „Schalke 04 ist ein Lehrbeispiel für schlechte Führung. Den meisten Verantwortlichen, die der frühere Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies aussuchte, aber auch ihm selbst, fehlte die sportliche Kompetenz.“

Neben Horst Heldt, der solche Versäumnisse zu verantworten hat, gerät aber vor allem Christian Heidel ins Visier der ZEIT. Dieser habe mit viel Geld in der Tasche, aber mit wenig Augenmaß nur bei den großen Clubs in Europa eingekauft. Herausgekommen sei dabei aber fast immer höchstens Mittelmaß: Stambouli, Bentaleb, Konopylanka, Oczipka. Keine schlechten Fußballer, aber nicht gut genug, um in der Bundesliga ein Top-Team zu stellen. Dass man auf Schalke quasi im Jahresrhythmus die Trainer wechselt, käme dann noch als problematischer Faktor hinzu.

Dabei könnte man, wenn man sein Potenzial ausschöpfe, tatsächlich einmal Deutscher Meister werden, bilanziert die ZEIT noch einmal. Dann aber müsse man im Kerngeschäft, dem sportlichen Geschehen, klügere Entscheidungen treffen – von kompetenteren Mitarbeitern.

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