Schalke in der Krise? Was Karaman jetzt fordert

Nach dem Pokal-Aus in Dresden steckt Schalke 04 in der Krise. Kapitän Kenan Karaman nimmt die Führungsspieler in die Pflicht und fordert eine schnelle Reaktion.
Beim FC Schalke 04 wächst nach dem nächsten Rückschlag die Unruhe. Durch die 0:2-Niederlage im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden sind die Königsblauen mittlerweile seit fünf Pflichtspielen ohne Sieg. Kapitän Kenan Karaman fand nach dem enttäuschenden Auftritt deutliche Worte und nahm seine Mitspieler in die Verantwortung.
Zwei Unentschieden, drei Niederlagen und lediglich ein erzielter Treffer: Die jüngste Bilanz des Bundesliga-Aufsteigers gibt Anlass zur Sorge. Besonders offensiv läuft bei der Mannschaft von Trainer Miron Muslic derzeit wenig zusammen. Mit nur 70 abgegebenen Schüssen und 22 Abschlüssen aufs Tor stellt Schalke in beiden Kategorien den Negativwert der Bundesliga.
Nach dem Pokal-Aus machte Karaman deutlich, dass die Mannschaft selbst Lösungen finden müsse. „Wir haben genug Führungsspieler, da müssen wir jetzt auch mal die richtigen Fragen stellen“, erklärte der 32-Jährige. Dabei gehe es vor allem um die persönliche Verantwortung jedes Einzelnen. „Wie kann ich dem Team helfen? Wie kann ich dem Team noch mehr helfen?“, formulierte der Kapitän seine Forderung.
Nach Schalke-Blamage: Karaman und Muslic werden deutlich
„Der Trainer zeigt uns immer wieder, wo die freien Räume sind und wo wir den Ball hinbringen müssen, um gefährliche Aktionen zu schaffen.“ Die Probleme sieht Karaman somit weniger in der taktischen Ausrichtung als vielmehr in der Umsetzung auf dem Platz. Zu viele Ballverluste und ungenaue Aktionen verhindern derzeit gefährliche Angriffe. Auch die nötige Intensität habe in Dresden gefehlt.

Trainer Muslic bleibt trotz der schwierigen Situation optimistisch. „Wir dürfen keine Ausreden suchen, sondern müssen es so annehmen, wie die Situation ist“, betonte der Österreicher nach der Niederlage. Wie groß die Enttäuschung mittlerweile ist, zeigte sich auch im Gästeblock. Die mitgereisten Schalke-Fans verabschiedeten ihre Mannschaft mit demonstrativem Schweigen.
Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt den Königsblauen allerdings nicht. Bereits am Samstag (31. Oktober, 15.30 Uhr) wartet mit RB Leipzig der nächste schwere Gegner. Die vergangenen fünf Duelle mit den Sachsen verlor Schalke allesamt. Besonders bitter: Das letzte Heimspiel gegen Leipzig endete im Januar 2023 mit einer deutlichen 1:6-Niederlage. Gegen die Leipziger muss Schalke nun dennoch dringend eine Reaktion zeigen, um die wachsenden Diskussionen um eine Krise einzudämmen.