Kohle-Sorge! Schalke verpasst durch Pokal-Aus wichtige Einnahmen

Ein Weiterkommen im DFB-Pokal hätte Schalke eine wichtige Geldspritze gebracht. Nach dem Aus in Dresden entgeht dem finanziell angeschlagenen Klub eine hohe Prämie. Außerdem endet die Aussicht auf weitere Erlöse.
Konkret geht es um 912.755 Euro für das Erreichen des Achtelfinales. Diese Zahlung verpassten die Königsblauen durch das 0:2 beim Zweitligisten Dynamo Dresden und das damit verbundene Ausscheiden in Runde zwei.
Für Runde eins erhielt Schalke 228.189 Euro, für das Erreichen der zweiten Runde kamen 456.377 Euro hinzu. Diese Einnahmen sind bereits gesichert. Zusätzlich zur verpassten Achtelfinalprämie entgehen dem Klub mögliche weitere Erlöse aus Eintrittskarten und Werbung. Das ist ein schwerer Schlag, vor allem im Hinblick darauf, dass man im Winter eigentlich auf dem Transfermarkt nachlegen will.
Pokalprämie hätte Schalke im Winter helfen können
Zusätzliche Pokaleinnahmen hätten Schalke also schon für die Wintertransferperiode helfen können. Der mögliche Nutzen liegt dabei im finanziellen Spielraum für Verstärkungen: Ein Weiterkommen hätte dem Klub eine zusätzliche Unterstützung für seine Planungen verschafft.
Sportlich konnte Schalke seine Favoritenrolle als Bundesligist nicht nutzen. Dresden bestimmte über längere Phasen das Geschehen, während die Gäste vor der Pause kaum Torgefahr entwickelten: Ihre einzige Chance in der ersten Hälfte hatten sie erst unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff.

Kapitän Kenan Karaman nahm die Mannschaft in die Pflicht und stellte sich damit vor den Trainer. Auf der Vereinshomepage erklärte er, dieser habe Lösungen aufgezeigt, die von den Spielern auf dem Platz nicht ausreichend umgesetzt worden seien.
Dresden ging in der 53. Minute in Führung und stellte Schalke damit vor die Aufgabe, einem Rückstand hinterherzulaufen. Loris Karius bemängelte an der anschließenden Reaktion seiner Mannschaft vor allem die fehlende Durchschlagskraft.
Trainer Miron Muslic wollte die Personalsituation nicht als Erklärung für den schwachen Auftritt heranziehen. Bei seiner Bewertung ging es stattdessen darum, wie seine Mannschaft die eigenen Möglichkeiten auf dem Platz genutzt hatte.
Muslic kritisierte insbesondere die ungenaue Ausführung mit dem Ball und damit einen anderen Aspekt als Karius bei dessen Bewertung der Reaktion auf den Rückstand. Zudem habe die Mannschaft ihr vorhandenes Leistungsvermögen nicht ausgeschöpft.