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Dresden feiert Achtelfinal-Einzug: Dynamo lässt harmlose Schalker abblitzen

Hee-chan Hwang
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Der Zweitrundenfluch hat wieder zugeschlagen. Zum sechsten Mal in Folge fliegt der FC Schalke 04 in der 2. Runde aus dem DFB-Pokal. Bei Zweitligist Dynamo Dresden verlor Königsblau nach schwacher Leistung mit 0:2 (0:0). Covic in der 53. Minute und Daferner (88.) erzielten die Treffer.


Neben den Langzeitverletzten Höjlund, Sylla, Wöber und Gantenbein fehlten nach dem 0:0 in Köln auch El-Faouzi (Nasenbeinbruch) und Gosens (Platzwunde). Komplettiert wurde das königsblaue Lazarett durch den kurzfristigen Ausfall von Bachmann.

Zumindest leichte Entwarnung gab es für Schalke-Trainer Muslic, da ihm die zuletzt schmerzlich vermissten Ljubicic und Karaman wieder zur Verfügung standen. Beide nahmen vorerst allerdings auf der Bank Platz.

El-Faouzi und Gosens wurden gegen Dynamo in der Startelf durch die Youngster Vozar und Vitalie Becker ersetzt. Zudem tauschte Muslic im Vergleich zum torlosen Remis in Köln Timo Becker und Adamu (beide Bank) gegen Ayhan und Dzeko aus.

Mertcan Ayhan und Ben Bobzien
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Doppelchance gleich zu Beginn. Nach einem Antritt von Aouchiche kam Dzeko per Kopf in der fünften Minute zum Abschluss. Sein Versuch wurde jedoch im letzten Moment abgeblockt. Im direkten Gegenzug schaltete Dresden blitzschnell um. Bobzien drang über links in den Sechzehner ein, verzog dann aber beim Abschluss. Katic hatte ihn noch entscheidend gestört.

Nach einer mutigen Anfangsphase, in der Schalke Offensivakzente setzte, zogen sich die Königsblauen immer weiter zurück. Der Bundesligist lauerte auf Kontergelegenheiten und überließ den Hausherren größtenteils die Initiative. Das spiegelte sich auch in der Statistik wider, in der Dresden fast 70 Prozent Ballbesitz aufwies. Ein Klassenunterschied ließ sich zu diesem Zeitpunkt nicht ausmachen.

Nach einer schwungvollen Anfangsphase hatte das Tempo der Begegnung merklich nachgelassen. Hüben wie drüben stand die Risikominimierung im Vordergrund, da keine der beiden Mannschaften einen womöglich spielentscheidenden Fehler begehen wollte.

Kurz vor der Pause kam es endlich zu einer Torchance. Hwang stieg nach einer Rechtsflanke hoch, scheiterte aber mit seinem Kopfball am gut postierten Grill, der den Ball über den Querbalken lenkte (45.).

Dzeko lässt Ausgleich liegen

Mit ihrer ersten richtigen Torgelegenheit gingen die Dynamo-Kicker in Führung. Nach einer Linksflanke zog Covic per Flachschuss ab. Durch die Beine des Schalker Schlussmanns flog die Kugel zum 1:0 für Dynamo ins Netz (53.).

Dresden zog sich jetzt nicht zurück und kam nach 73 Minuten zu einer weiteren Chance. Bobzien spielte Timo Becker am Strafraum schwindelig, sodass der Schalker zu Boden ging. Beim anschließenden Schussversuch des Dresdners war Katic jedoch zur Stelle und blockte den Ball.

Schalke tat sich weiter schwer, sich vor das Dresdener Tor zu kombinieren. Ausnahme: In der 76. Minute schrammten die Knappen haarscharf am Ausgleich vorbei. Dzeko tauchte am linken Pfosten auf, brachte den Ball aber nicht im Gehäuse unter. Rossipal hatte die Situation rechtzeitig erkannt, störte den Stürmer im entscheidenden Moment und verhinderte so den Einschlag.

Edin Dzeko
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Stattdessen schlug der Zweitligist zu. Bei einem Eckstoß segelte Karius am Ball vorbei. Daferner stieg hoch und wuchtete die Kugel mit dem Kopf aus wenigen Metern zum 2:0 in die Maschen (88.).

Schalke stemmte sich gegen die Niederlage, vermochte sich gegen die früh pressenden Dresdener aber nicht durchzusetzen. Durch das konsequente Mann-gegen-Mann-Verteidigen der SGD kam Schalke überhaupt nicht mehr zu kontrollierten Offensivaktionen.

Dynamo zieht dank des 2:0-Erfolges in das Achtelfinale ein. Für S04 ist das Pokalabenteuer bereits wieder beendet.

Fazit: Die Sachsen machten stets den frischeren Eindruck und kauften über weite Strecken harm- und einfallslosen Schalkern den Schneid ab. Während Dresden im zweiten Durchgang deutlich aktiver agierte und die Gelegenheiten eiskalt nutzte, enttäuschte Königsblau in der Offensive auf ganzer Linie. Die SGD zieht am Ende völlig ungefährdet in das Achtelfinale des DFB-Pokals ein.

S04: Karius – Kurucay, Katic, Ayhan (70. T. Becker) – Dina Ebimbe (70. Ljubicic), Vozar (61. Karaman), Tanaka, V. Becker – Hwang (77. Adamu), Aouchiche – Dzeko

Dresden: Grill – Sterner, Rapp, Müller (82. Muhamedbegovic), Straudi (68. Rossipal) – Raschl, Wagner – Covic (68. Lemmer), Hauptmann (75. Herrmann), Bobzien – Vermeij (75. Daferner)

Tore: 1:0 Covic (53.), 2:0 Daferner (88.)