Schalke erneut offensivschwach: Es braucht dringend Lösungen

Schalke 04 hat im DFB-Pokal gegen Dynamo Dresden auswärts eine 0:2-Niederlage hinnehmen müssen. Die Schalker spielten dabei erneut nicht stringent genug nach vorne.
Die Offensivleistung der Königsblauen ist momentan das Hauptproblem, das Schalke mit sich herumträgt. Es wird zu wenig kreiert, die Stürner hängen in der Luft.
Das ist ein Faktor, der sich auch schon in der Bundesliga in den letzten Spielen immer mal wieder zeigte. Schalke ist nicht kreativ genug, es gibt zu wenig Wucht nach vorne und wenn aus dem Mittelfeld nichts nachkommt, dann liegt die Offensive komplett brach.
Schalke braucht Problemlösungen
Noch kein Stürmertor erzielten die Königsblauen bisher in dieser Saison. Das ist natürlich nicht das, was man sich auf Schalke vorgestellt hatte. Dabei sind mit Junior Adamu, Hee-chan Hwang oder Edin Dzeko gute Spieler vorhanden. Es reicht aber nicht, um viele zwingende Torchancen herauszuspielen.
Gründe dafür gibt es einige. So zum Beispiel, dass Adil Aouchiche in der Bundesliga noch ein wenig Anlaufzeit bekommt. Und auch die Tatsache, dass die Wingbacks zwar Qualität haben, ihnen im letzten Drittel bisher aber noch die Konsequenz fehlt. Miron Muslic, der Schalker Trainer, legte zunächst viel Wert auf die Kompaktheit. Diese stimmt auch meistens, aber basierend darauf strukturiert nach vorne zu spielen, das ist im Moment nicht möglich und nicht der Fall.

Wenn es Schalke gelingt, Gefahr zu erzeugen, dann vor allem auch durch ruhende Bälle, Einzelaktionen oder Schüsse aus der Distanz. Gegen Dresden blieb man beim eigenen xG-Wert am Ende unter 1,0, was bedeutete, dass nicht einmal ein Tor der Schalker hier realistisch gewesen wäre. Es braucht jetzt Lösungen, Königsblau muss sich steigern und versuchen, die nächsten Schritte im Spiel mit dem Ball zu gehen.
Wie das gehen kann? Nun, in der letzten Saison hat Muslic auch Lösungen gefunden, hat das Kombinationsspiel verbessert, auch mit mehr Mut angreifen lassen, ohne dabei die Balance komplett zu verlieren. So etwas muss er auch wieder hinbekommen. Hinzu kommt: Die ruhenden Bälle haben noch zu viel Streuung. Hier muss man auch nachlegen und nacharbeiten.