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Olympia-Aus für Rhein-Ruhr: Schalke-Finanz-Chefin enttäuscht

Christina Rühl-Hamers
Foto: IMAGO

Die Olympia-Pläne für Köln und die Rhein-Ruhr-Region sind vorerst gescheitert. Bei der Abstimmung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) setzte sich München mit 91 zu 50 Stimmen gegen die Konkurrenz aus Nordrhein-Westfalen durch. Für Schalke 04 ist die Entscheidung eine verpasste Chance – insbesondere mit Blick auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten für die gesamte Region.


Eine besondere Rolle hätte dabei die Veltins-Arena spielen können. Im Rahmen der geplanten Sommerspiele sollte das Stadion in einen sogenannten „Aquatic Dome“ umgewandelt werden. Dort hätten Wettbewerbe im Schwimmen, Turmspringen, Wasserball und Synchronschwimmen vor bis zu 60.000 Zuschauern stattfinden können.

Schalkes Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers zeigte sich enttäuscht über das Ergebnis der Abstimmung. Welche konkreten wirtschaftlichen Vorteile die Spiele für den Verein bedeutet hätten, lasse sich zwar noch nicht beziffern. Der Bewerbungsprozess sei dafür zu früh gewesen. Grundsätzlich bedauere sie das Aus jedoch deutlich.

„Ich finde die Entscheidung grundsätzlich schade und kann sie persönlich auch nicht nachvollziehen“, erklärte Rühl-Hamers gegenüber den Ruhr Nachrichten. Sie vermutet, dass die Verantwortlichen München international bessere Chancen auf die Ausrichtung der Spiele einräumen.

Schalke sieht verpasste Chance für die Region

Im Mittelpunkt ihrer Kritik steht vor allem die wirtschaftliche Perspektive für Nordrhein-Westfalen. Aus Sicht der Schalker Finanzchefin hätte die Olympia-Bewerbung nicht nur dem Verein, sondern zahlreichen Unternehmen und Menschen in der Region zugutekommen können.

„Fakt ist, dass nun eine ohnehin wirtschaftlich starke Region profitiert und nicht unsere, die doch Unterstützung gut gebrauchen könnte“, sagte Rühl-Hamers.

„Allein die Fördergelder für ein solches Projekt hätten der Region doch sehr geholfen. Insofern hätten die Unternehmen und indirekt sicherlich auch Schalke wirtschaftlich profitiert“, ergänzte die 50-Jährige.

Christina Rühl-Hamers
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Rühl-Hamers betonte allerdings, dass es dem Verein nicht allein um eigene Interessen gehe: „Wir sind vor allem daran interessiert, dass es der ganzen Region besser geht.“

Trotz des Rückschlags hofft Schalke weiterhin auf Olympische Spiele in Deutschland. München wird die deutsche Bewerbung für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 vertreten. International gibt es Konkurrenz unter anderem aus Katar, Indien, Südkorea, Ungarn, der Türkei und Südafrika. Weitere Bewerbungen können noch bis Ende Oktober eingereicht werden.

Im März 2027 will das Internationale Olympische Komitee entscheiden, welche Kandidaten in die zweite Bewerbungsrunde einziehen. Für Rhein-Ruhr und den FC Schalke ist der Traum von Olympia zunächst geplatzt.