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Nur ein Klub kassiert weniger: Schalke droht neues TV-Geld-Problem

Miron Muslic
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Nach dem Bundesliga-Aufstieg darf Schalke 04 zwar mit deutlich höheren TV-Einnahmen planen. Im Vergleich zur Konkurrenz gehören die Königsblauen finanziell aber weiter zu den Schlusslichtern der Liga.


Der FC Schalke 04 kehrt zwar in die Bundesliga zurück und darf sich über deutlich höhere Einnahmen aus der TV-Vermarktung freuen, im Vergleich zur Konkurrenz fällt der finanzielle Vorteil allerdings überschaubar aus. Denn trotz des Aufstiegs gehört Schalke bei den TV-Geldern weiterhin zu den Schlusslichtern der Liga.

Nach der Rückkehr ins Oberhaus rechnen die Gelsenkirchener in der Saison 2026/27 laut Angaben der WAZ mit mehr als 30 Millionen Euro aus den Medienerlösen. In der vergangenen Zweitliga-Saison waren es noch rund 13,7 Millionen Euro. Damit verbessert sich die finanzielle Situation zwar spürbar, die strukturellen Probleme des Vereins bleiben jedoch bestehen. Ende 2025 lag der Schuldenstand weiterhin bei 116 Millionen Euro, das Eigenkapital war mit 99 Millionen Euro im Minus.

Besonders bitter aus Schalker Sicht: In der TV-Geld-Rangliste der Bundesliga liegt nur ein Klub hinter Königsblau – Aufsteiger SV Elversberg. Die Saarländer spielen erstmals in ihrer Vereinsgeschichte im Oberhaus und erhalten aufgrund von zwei Drittliga-Spielzeiten in der relevanten Wertung die geringsten Ausschüttungen.

TV-Gelder: Schalke kritisiert DFL-System seit Jahren

Grundlage für die Verteilung der TV-Gelder ist eine Fünf-Jahres-Wertung der DFL. Dabei werden die Platzierungen der vergangenen Spielzeiten unterschiedlich stark gewichtet. Die aktuelle Saison fließt fünffach ein, die davor vierfach und so weiter. Weil Schalke in vier der letzten fünf Jahre zweitklassig spielte und lediglich einmal in der Bundesliga, reicht es im Ranking nur zu Platz 17 unter den Bundesligisten.

Frank Baumann
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Sogar Mitaufsteiger SC Paderborn steht in dieser Tabelle vor Schalke. Die Ostwestfalen machten ihren dritten Bundesliga-Aufstieg perfekt, nachdem sie sich in der Relegation nach Verlängerung mit 2:1 gegen den VfL Wolfsburg durchgesetzt hatten. Verteilt werden die TV-Gelder weiterhin nach dem sogenannten Vier-Säulen-Modell der DFL. Die Hälfte der Einnahmen wird gleichmäßig an die 36 Profiklubs ausgeschüttet. Weitere 43 Prozent orientieren sich an den sportlichen Leistungen der vergangenen fünf Jahre. Hinzu kommen kleinere Anteile für Nachwuchsarbeit und das öffentliche Interesse eines Vereins.

Gerade diesen letzten Punkt hatten die Königsblauen in der Vergangenheit mehrfach kritisiert. Der Klub argumentierte regelmäßig, dass Reichweite, Zuschauerzahlen und TV-Interesse stärker berücksichtigt werden müssten. Schließlich zählt Schalke trotz der sportlichen Krisen weiterhin zu den zuschauerstärksten Vereinen Deutschlands – sowohl im Stadion als auch vor dem Fernseher.