S04-Star Gosens mit Libudas Nummer und besonderer Anekdote

Robin Gosens bekommt bei Schalke die historische Rückennummer 8. Für ihn ist das mehr als eine Zufallsauswahl, wie er im Interview verriet.
Dass Robin Gosens die Nummer 8 beim FC Schalke 04 trägt, ist für den 32-Jährigen keine Selbstverständlichkeit, sondern eine kleine Fügung. Im Schalke-Interview erklärte Gosens, warum ihm genau diese Zahl so viel bedeutet: „Das ist auch so ein bisschen ein kleines Puzzleteil, was da wieder zusammengefunden hat, dass genau die Nummer frei war.“
„Das ist schon die Nummer, mit der ich in meiner Jugend einfach immer gespielt habe. Es ist auch die erste Nummer, die ich hatte bei Dordrecht damals in der zweiten holländischen Liga, wo ich Profifußballer geworden bin. Und deswegen hat sie eine besondere Bedeutung für mich, weil ich damit sehr, sehr viel verbinde und sehr viele Erfolge verbinde. Und deswegen ist das so ein bisschen noch die Kirsche auf der berühmten Torte, dass auch die Nummer hier frei ist.“
Gosens trug die 8 bereits bei Atalanta und Inter Mailand, also ausgerechnet in den Jahren, in denen er seine größten Erfolge feierte. Dass sie nun auf Schalke frei war, passt ins Bild eines Transfers, der für den bekennenden Schalke-Fan von Anfang an mehr als stimmig wirkte.
Vor Gosens: Libuda, Anderbrügge, Younes und Co.
Und die Vorgänger mit der Nummer 8 können sich sehen lassen. Ein gängiger Spruch über die einstige Nummer 8 des FC Schalke 04 lautete: „An Gott kommt keiner vorbei. Außer Stan Libuda!“ Der Ehrenspielführer Libuda gilt als einer der größten Künstler der Schalker Geschichte, heute trägt Schalkes KI-gestütztes Scouting-Programm den Namen „Stats Libuda“. Mit der Trikotnummer 8 dribbelte er Schalke zum Pokalsieg 1972.

Andreas Müller, kampfstarker Aufstiegsheld von 1991 und späterer Vereinsmanager, erzielte mit der 8 sein legendäres Tor des Jahres per Fallrückzieher. Ingo Anderbrügge, Identifikationsfigur der Eurofighter und Rekordtorschütze in der zweiten Bundesliga, trug sie ebenfalls. Und Yves Eigenrauch, mit 274 Schalker Pflichtspielen eine Institution, gewann mit der 8 den UEFA-Pokal sowie zwei DFB-Pokale.
In jüngerer Vergangenheit trug Leon Goretzka die Nummer fast fünf Spielzeiten lang, ehe er zu Bayern München wechselte. Suat Serdar folgte, dann Danny Latza und zuletzt Amin Younes. Die Geschichte der 8 auf Schalke ist also eine der Vielseitigkeit, geprägt von Legenden, Führungsspielern und Charakterköpfen. Gosens reiht sich in diese Liste ein, mit einer Nummer, die für ihn von Anfang an reserviert schien.