Schalke-Bosse schlagen Alarm: S04 droht Punktabzug

Trotz der Rückkehr in die Bundesliga bleibt die finanzielle Lage des FC Schalke 04 angespannt. Der Verein warnt bereits vor möglichen Punktabzügen.
Der FC Schalke 04 blickt trotz der Rückkehr in die Bundesliga mit Sorge auf die finanzielle Zukunft. Auf der Mitgliederversammlung machten die Verantwortlichen deutlich, dass der Verein zwar Fortschritte erzielt hat, das hohe negative Eigenkapital aber weiterhin eine erhebliche Belastung darstellt. Sollte dieses nicht wie vorgeschrieben reduziert werden, drohen den Königsblauen sogar Punktabzüge.
Zunächst bestätigten die Mitglieder Axel Hefer als Aufsichtsratsvorsitzenden. Der 49-Jährige bleibt ebenso wie Holger Brauner für weitere drei Jahre im Amt. Sportlich ist der Aufstieg gelungen, wirtschaftlich wartet jedoch die nächste große Herausforderung. Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers machte deutlich, dass das negative Eigenkapital aktuell bei 96,6 Millionen Euro liegt. Nach den Vorgaben des Bundesliga e. V. muss dieser Wert künftig jährlich um zehn Prozent sinken. Andernfalls droht dem Revierklub ein Abzug von drei Punkten.
Um dieses Ziel zu erreichen, seien Einnahmen auf dem Transfermarkt nahezu unverzichtbar. „Dazu sind Transfererlöse notwendig“, stellte Rühl-Hamers klar. Gleichzeitig warnte sie vor den Folgen eines solchen Kurses. „Ich will nicht, dass Talente unter Wert veräußert werden“, betonte die Finanzvorständin.
Warum die TV-Gelder Schalke nicht retten
Deshalb arbeite der Verein neben der Fördergenossenschaft auch an weiteren Möglichkeiten, um die wirtschaftliche Situation langfristig zu verbessern. Trotz stabiler Liquidität bleibt die finanzielle Lage angespannt. Zwar verfüge Schalke über ausreichend Geld auf den Konten, das dürfe jedoch nicht mit dem hohen negativen Eigenkapital verwechselt werden.

Hinzu kommt, dass die TV-Einnahmen auch nach der Rückkehr in die Bundesliga deutlich unter früheren Werten liegen und den Verein nicht entscheidend entlasten werden. Auch Sportvorstand Frank Baumann sieht den Klub vor einer schwierigen Aufgabe. „Wir müssen den Spagat zwischen sportlichem Erfolg und Transfererlösen hinbekommen“, sagte er.
Schließlich sollen einerseits die wirtschaftlichen Vorgaben erfüllt werden, andererseits darf die Qualität des Kaders nicht zu stark leiden. Die Schalke-Bosse sehen den Verein zwar auf einem stabileren Kurs als noch vor einigen Jahren, machen aber keinen Hehl daraus, dass der Weg zurück zu dauerhaft gesunden Finanzen noch lang ist.