„Es muss viel passieren“: Stevens schlägt nach Schalke-Aufstieg Alarm

Der FC Schalke 04 steht nach dem Wiederaufstieg wohl vor einem großen Umbruch. Klub-Legende Huub Stevens fordert mehrere Neuzugänge und warnt vor einer schwierigen Bundesliga-Saison.
Trotz des geschafften Wiederaufstiegs sieht Huub Stevens beim FC Schalke 04 noch erheblichen Handlungsbedarf. Die Vereinsikone bezweifelt, dass der aktuelle Kader bereits bundesligatauglich ist, und fordert umfassende Verstärkungen für die kommende Saison.
Nach dem 1:0-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf und der damit verbundenen Rückkehr ins deutsche Oberhaus sei die Freude zwar groß, doch für Stevens steht fest, dass die Königsblauen personell nachlegen müssen. „Es muss viel passieren. Vier, fünf, vielleicht sechs neue Spieler sind nötig, die wirklich zu Schalke passen“, erklärte der Niederländer im Gespräch mit Sport1. Mit dem derzeitigen Aufgebot werde es „schwer in der Bundesliga“.
Der frühere UEFA-Cup-Siegertrainer sieht Schalke zwar auf einem guten Weg, warnt jedoch vor falscher Euphorie. Der Aufstieg sei lediglich „die Basis, jetzt müssen die richtigen Schritte folgen“. Besonders wichtig sei es nun, die positive Stimmung im Umfeld des Traditionsvereins mitzunehmen und gezielt zu investieren.
Huub Stevens lobt Schalke-Coach Miron Muslic
Großes Vertrauen setzt Stevens dabei in Trainer Miron Muslic. Der Coach habe den Klub schnell verstanden und passe hervorragend nach Gelsenkirchen. „Er gibt alles für Schalke, ist ehrlich, direkt und erreicht Spieler und Fans. Das ist hier extrem wichtig“, sagte der 72-Jährige. Muslic habe nun „eine echte Chance, etwas aufzubauen“.

Neben sportlichen Veränderungen brachte Stevens erneut auch einen altbekannten Namen ins Spiel: Clemens Tönnies. Der ehemalige Aufsichtsratschef könne dem Verein aus Sicht der Schalke-Legende finanziell weiterhelfen. „Mein Rat wäre: Holt Clemens Tönnies wieder mit ins Boot. Das wäre wichtig, denn der Verein braucht finanzielle Unterstützung“, betonte Stevens.
Tönnies hatte seine Ämter im Sommer 2020 niedergelegt, nachdem es rund um Corona-Ausbrüche in seiner Fleischfabrik massive Kritik gegeben hatte. Stevens hält die damaligen Reaktionen teilweise für ungerecht. „Beim Zoff mit den Ultras hat man ihm Unrecht getan. Das hat Clemens nicht verdient“, meinte der frühere Schalke-Coach.