Schalke plant Arena-Umbau: LED-Flächen sollen Millionen bringen

Schalke-CEO Matthias Tillmann spricht über Umbaupläne in der Veltins-Arena, neue Einnahmequellen und Veränderungen beim Stadionerlebnis.
Der FC Schalke 04 arbeitet im Hintergrund intensiv an seiner Zukunft und die könnte sich schon bald sichtbar in der Veltins-Arena widerspiegeln. CEO Matthias Tillmann hat im Sky-Podcast „Schalker Markt“ konkrete Einblicke in mögliche Modernisierungsmaßnahmen gegeben.
Im Fokus stehen zusätzliche LED-Flächen im Stadion. „Eine zweite LED-Reihe gibt es derzeit beispielsweise noch nicht, da gibt es also großes Vermarktungspotenzial“, erklärte Tillmann. Die Investition könnte sich laut interner Berechnungen schnell auszahlen: „Wir haben berechnet, dass man die Investition in etwa anderthalb Saisons wieder rausverdient. Das ist also richtig gut.“
Gleichzeitig betont der Schalke-Boss, dass solche Projekte sorgfältig geplant werden müssen. „Man muss baulich erst einmal alles prüfen und braucht auch immer entsprechende Genehmigungen. Man kann also nicht alles verändern, worauf man Lust hat.“
Dennoch ist die Richtung klar: Schalke will gezielt investieren und zwar nachhaltig. „Wenn du so ein Beispiel hast und du kannst das Geld in anderthalb Jahren rausverdienen, dann musst du das machen.“ Nach diesen eineinhalb Jahren würde der Klub dann finanziell von den neuen LED-Flächen profitieren.
Inspiration holte sich Tillmann unter anderem im Ausland. Bei seinem Besuch des Tottenham Hotspur Stadium wurde deutlich, welches Potenzial moderne Arenen bieten. Auch deshalb ist intern klar: Die Veltins-Arena, die mittlerweile 25 Jahre alt ist, soll perspektivisch weiterentwickelt werden.
Mehr „Schalke Erlebnis“ für die Fans und Investitionen in die Infrastruktur
Neben baulichen Maßnahmen arbeitet Schalke auch am Stadionerlebnis. In dieser Saison wurde das Rahmenprogramm mehrfach angepasst – nicht ohne Kritik. Tillmann sieht darin jedoch einen bewussten Prozess: „Wir haben ein paar Dinge ausprobiert und getestet. Natürlich applaudieren da nicht alle Leute, denn jeder hat seine Meinung – das gehört dazu.“
Zur neuen Saison soll es ein klares Konzept geben. „Wir wollen ein Programm haben und es nicht von Spieltag zu Spieltag ändern“, so Tillmann. Ziel sei es, die Atmosphäre weiter zu verbessern und den Stadionbesuch noch attraktiver zu machen.

Darüber hinaus richtet sich der Blick der Verantwortlichen auch auf die langfristige Entwicklung des gesamten Vereinsumfelds. Neben der traditionsreichen Knappenschmiede, die weiterhin eine zentrale Rolle einnimmt, sieht Tillmann enormes Potenzial rund um das Vereinsgelände.
Besonders das Berger Feld rückt dabei in den Fokus: Schalke verfüge hier über Strukturen, „um die uns andere Vereine beneiden“, wie der CEO in einem Interview im März betonte. Künftig soll das Areal noch stärker belebt und als Ort für Begegnung und Entwicklung genutzt werden.