Kuriose Anekdote: Schalke-Profi verschläft WM-Nominierung

Nach seinen starken Auftritten bei Schalke 04 wurde Dejan Ljubicic für Österreichs WM-Kader nachnominiert. Kurios dabei: Den entscheidenden Anruf von Nationaltrainer Ralf Rangnick verschlief der Mittelfeldspieler zunächst.
Für Dejan Ljubicic hätte der Sommerurlaub in Kroatien kaum unspektakulärer beginnen können. Stattdessen wurde der Mittelfeldspieler des FC Schalke 04 überraschend doch noch Teil des österreichischen WM-Kaders – nachdem er zunächst einen entscheidenden Anruf von Nationaltrainer Ralf Rangnick verpasst hatte.
Der 28-Jährige hielt sich in Split auf, als sein Handy am frühen Morgen klingelte. Allerdings bekam er davon zunächst nichts mit. „Der Anruf vom Teamchef kam um sieben Uhr in der Früh“, berichtete Ljubicic auf einer Pressekonferenz des österreichischen Nationalteams. Zu diesem Zeitpunkt schlief der Schalker allerdings noch. Erst rund zweieinhalb Stunden später bemerkte er den verpassten Anruf.
Dass Rangnick sich meldete, überraschte den Mittelfeldspieler allerdings nicht völlig. Nach starken Leistungen im Schalke-Trikot durfte er auf eine Chance hoffen. „Ich habe zuletzt guten Fußball gespielt“, erklärte Ljubicic selbstbewusst. Nach seinem Rückruf überschlugen sich die Ereignisse. Der gebürtige Wiener reiste zunächst von Split nach Wien, packte dort seine Sachen und flog anschließend weiter in die USA ins Trainingslager der österreichischen Nationalmannschaft. „Dann ging es richtig schnell“, schilderte der Schalke-Profi.
Dejan Ljubicic überzeugt auf Schalke
Ljubicic wurde für den verletzten Christoph Baumgartner nachnominiert. Der Leipziger hatte sich im Training einen Sehnenriss am Oberschenkel zugezogen und musste seine WM-Teilnahme absagen. Für den Schalker eröffnet sich damit die Chance auf seine ersten Einsätze bei einer Weltmeisterschaft.

Rückendeckung erhielt Ljubicic von Baumgartner selbst. Der verletzte Nationalspieler lobte die Qualitäten des Schalkers und verwies auf dessen starke Saison. Diese kann sich tatsächlich sehen lassen. Nach seinem Wechsel nach Gelsenkirchen entwickelte sich Ljubicic schnell zu einem wichtigen Faktor im Aufstiegskampf. In 15 Zweitligapartien steuerte er vier Tore und drei Vorlagen bei und gehörte zu den Leistungsträgern des Teams.
Aus der kuriosen Geschichte rund um seine WM-Nominierung hat der Österreicher jedenfalls seine Lehren gezogen. Mit einem Schmunzeln versprach er: „Das passiert mir nicht noch einmal.“