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Vorfälle vor Bayern-Spiel: Schalke-Ultras kritisieren Hefer-Aussagen

Axel Hefer
Foto: IMAGO

Ein Punkt gegen den Rekordmeister, ein 3:1 in Berlin: Sportlich läuft es bei Schalke. Trotzdem melden sich die Ultras Gelsenkirchen im „Blauen Brief“ mit deutlicher Kritik zu Wort. Ihr Ärger richtet sich gegen die Abläufe rund um das Bayern-Heimspiel und gegen Aussagen von Axel Hefer.


Der Aufsichtsratsvorsitzende hatte am Rande der Partie über ein mögliches Playoff-Modell in der Bundesliga und über eine Zukunft für Manuel Neuer auf Schalke nach dessen aktiver Laufbahn gesprochen. Beide Ideen lehnt die Nordkurve ab. Laut einem Bericht von DerWesten stellt die UGE im „Blauen Brief“ klar, dass „beides von der Nordkurve strikt abgelehnt wird“.

Schon vor dem Anpfiff hatte es Ärger gegeben. Auf dem Parkplatz vor der Arena kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen beiden Fanszenen. Die UGE schildert den Vorfall als Zufall: Die Anhänger aus München seien zeitgleich am Stadionumfeld eingetroffen, nur ein Parkplatz habe beide Lager getrennt.

UGE widerspricht Kurs und Maßnahmen rund um Schalke

Kritik gibt es auch an den Sicherheitsvorkehrungen, wobei die Bewertung von der UGE stammt. Die Personenkontrollen und die stichprobenartig vorgenommenen Drogentests hält die Gruppe für „absolut überzogene Maßnahme“. Als Reaktion darauf verzichteten laut „Blauem Brief“ zahlreiche Gästefanclubs auf Zaunfahnen und akustische Unterstützung während der Partie.

Axel Hefer
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Auch bei den Kosten rund um den Verein wird die Nordkurve deutlich. Kritisiert werden die Preise für die Parkplatznutzung an der Arena sowie für Merchandise-Artikel, die sich nach Ansicht der Gruppe schon in den vergangenen Jahren fragwürdig entwickelt hätten. Sportlich fällt das Fazit dagegen positiv aus: Über den „Bonus-Punkt“ gegen den Rekordmeister und den 3:1-Auswärtserfolg bei Union Berlin zeigt sich die UGE zufrieden.

Dass die Ultras Gelsenkirchen ihre Positionen über ein eigenes Medium formulieren, ist kein Einzelfall. Erst kürzlich nutzte die Gruppe ihren „Blauen Brief“, um ihre offiziell gemachte Freundschaft mit Sottocultura aus Mönchengladbach zu erläutern. Diese Verbindung zur Gladbacher Szene ist über Jahre gewachsen, bedeutet aber keine allgemeine Fanfreundschaft zwischen beiden Klubs.