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„Leidvolle Zeit“: Schalke-Star spricht vor Wiedersehen über Seguin

Paul Seguin
Foto: IMAGO

Vor dem emotionalen Wiedersehen zwischen Schalke und Hertha blickt Ron Schallenberg auf die gemeinsame Zeit mit Paul Seguin zurück. Dabei erklärt er, warum der frühere Schalker bis heute für Diskussionen sorgt.


Wenn der FC Schalke 04 am Samstag (20:30 Uhr) auf Hertha BSC trifft, steht nicht nur ein wichtiges Zweitligaduell an – es kommt auch zum Wiedersehen mit Paul Seguin. Der Mittelfeldspieler, der zwei schwierige Jahre in Gelsenkirchen hinter sich hat, sorgt bis heute für Diskussionen. Vor allem ein ehemaliger Teamkollege äußert sich nun offen über die gemeinsame Zeit: Ron Schallenberg.

Seguin kam einst mit großen Erwartungen aus Berlin zu den Königsblauen. Er sollte das kreative Element im Mittelfeld werden, der Spielmacher, der Struktur und Ideen liefert. Phasenweise gelang ihm das, doch zu oft blieb er unter seinen Möglichkeiten. Nach insgesamt 57 Pflichtspielen, sechs Toren und neun Vorlagen trennten sich im vergangenen Sommer die Wege.

Obwohl Seguins Vertrag noch bis 2026 lief, ließ Schalke den 30-Jährigen für rund 400.000 Euro zu Hertha BSC ziehen. Ein Abschied ohne große Emotionen – und ohne Wehmut auf beiden Seiten.  Für zusätzliche Verstimmung in Gelsenkirchen sorgte kurz nach dem Wechsel ein Video der Hertha. Darin wurde eine Musikbox mit dem Schalker Steigerlied vom Tisch geschlagen – für viele Fans eine respektlose Geste.

Schalke-Wiedersehen: Warum Seguin für Schallenberg kein großes Thema ist

Ron Schallenberg blickt heute nüchtern auf die gemeinsame Zeit zurück. „Die Zeit mit ihm war eine leidvolle, aber nicht wegen seiner Person, sondern wegen der sportlichen Entwicklung. Für mich ist das Wiedersehen kein großes Thema, weil ich in meiner Karriere schon gegen viele ehemaligen Teamkollegen gespielt habe“, sagte der Mittelfeldspieler gegenüber den Ruhr Nachrichten.

Dass Seguin bis heute polarisiert, kann Schallenberg nur bedingt nachvollziehen. „Ich weiß auch gar nicht, warum er so polarisiert, außer dieses unnötige Video, als er dahin gewechselt ist“, erklärt er. Und weiter: „Aber auch das hat bei mir eher ein Schmunzeln, als Wut ausgelöst. Womöglich war es eine Idee der Medienabteilung und dann macht man das als Spieler eben mit.“

Trotzdem ist die Partie gegen Schalke für Seguin eine besondere. In Gelsenkirchen wird er wohl mit gemischten Gefühlen empfangen werden – als Spieler, der große Hoffnungen weckte, sie aber nicht dauerhaft erfüllen konnte. Für Ron Schallenberg dagegen steht fest: Das Kapitel Seguin ist abgehakt. Das Duell mit der Hertha ist für ihn vor allem eines – ein weiteres wichtiges Spiel im königsblauen Trikot.