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Auf Schalke große Aussprache in der Kabine – Fans mussten warten

Marc Wilmots und Karel Geraerts
Foto: IMAGO

Das in seiner Entstehung überdeutliche 0:3 beim 1. FC Magdeburg des FC Schalke 04 hat nicht nur bei den Fans Spuren hinterlasse. Gestern kam es zur großen Aussprache zwischen Trainer, Sportdirektor und Mannschaft sowie wohl auch innerhalb der Mannschaft ohne Trainer. Zahlreiche Fans von S04, die das eigentlich angesetzte öffentliche Training besuchten, mussten sich lange gedulden.


Schon direkt im Anschluss an die Partie hatte Paul Seguin die Hoffnung geäußert, dass es jetzt mal „kracht“ in der Mannschaft, als er bedauerte, welchen „Scheiß“ die Mannschaft auswärts immer wieder spiele. Zu einer solchen krachenden Aussprache ist es gestern gekommen, wobei – bislang – keine Inhalte daraus nach draußen drangen.

Eigentlich war für 14.30 Uhr ein öffentliches Training der ersten Mannschaft am Vereinsgelände angesetzt gewesen. Statt zu trainieren, blieben alle Beteiligten aber in der Kabine – und das gleich für annähernd zwei Stunden. Etwa 100 Fans hatten sich zum Zeitpunkt des ursprünglich geplanten Trainingsbeginns eingefunden und sahen lange Zeit von ihren Stars: nichts. Dabei war der Trainingsplatz vom Staff schon für die diversen Übungen vorbereitet gewesen.

Statt sich sportlich aufs bereits am Freitag anstehende Heimspiel gegen den FC St. Pauli vorzubereiten, kam es wahlweise zur „Aussprache“ oder zur „Krisensitzung“, wie der Kicker es nennt.

Ziehen Team und Trainer noch an einem Strang?

Als „dringend nötig“ bezeichnet dasselbe Medium die gestrige Aktion. Schließlich soll die Mannschaft nicht mehr vollends von ihrem Trainer überzeugt sein und die mannschaftsinterne Atmosphäre dürfte allein aufgrund des Punktestands auch nicht die beste sein, wobei in dieser Saison auch noch oft eine niederschmetternde Spielweise hinzukommt.

Die angereisten Fans erhielten dann ab 16.20 Uhr Autogramme von einigen Spielern. Beim Fußballspielen zusehen konnten sie ihren Lieblingen aber nicht, da statt eines regulären Trainings kurzerhand eine Laufeinheit angesetzt wurde, die teils außerhalb des Vereinsgeländes durchgeführt wurde.

Sauer waren die anwesenden Fans weniger über die kurzfristige Änderung des Tagesprogramms als darüber, dass sie davon nur spärlich informiert wurden und lange nicht wussten, was überhaupt Sache ist. Dass später dann Tee gereicht wurde, könnte manchen besänftigt haben. Sollte die heutige Aussprache dazu beitragen, dass Schalke 04 endlich wieder häufiger punktet, werden die Fans auch das gestrige Vertrösten verschmerzen können.

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Dreiloch

Fans mussten zwei Stunden warten keiner hat ihnen Bescheid gegeben was für Arschlöcher !!!