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Schalke U23 vor Debakel: Dann folgt ein unglaubliches Comeback

Jean Paul Ndiaye und Malik Tubic
Foto: IMAGO

Der FC Schalke 04 feiert mit seiner U23 einen völlig verrückten Sieg in Bocholt. Nach einem 0:4-Rückstand drehen die Königsblauen die Partie noch in ein 5:4.


Was für ein Fußball-Wahnsinn am Hünting! Die U23 des FC Schalke 04 hat beim 1. FC Bocholt ein schon verloren geglaubtes Spiel noch gedreht. Nach gerade einmal 14 Minuten lagen die Königsblauen mit 0:4 zurück, am Ende feierte die Mannschaft von Trainer Jakob Fimpel einen spektakulären 5:4-Erfolg.

Vor 3310 Zuschauern erwischte Bocholt einen Traumstart. Malek Fakhro brachte die Gastgeber bereits in der vierten Minute per Kopf in Führung und legte vier Minuten später seinen zweiten Treffer nach. Schalke fand überhaupt nicht in die Partie. Lennart Garlipp erhöhte auf 3:0 (11.), ehe Kilian Zaruba nur drei Minuten später per Kopf sogar das 4:0 erzielte.

Alles deutete auf ein Debakel für die Schalker hin. Doch Fimpel versuchte schon früh, seine Mannschaft wieder aufzurichten und sagte laut WAZ. „Ich habe in der Trinkpause zu meinen Jungs gesagt: Die ersten 15, 20 Minuten kriegen wir nicht mehr zurück. Aber die 70 Minuten, die vor uns liegen, die haben wir noch.“

Schalke-Wahnsinn in Bocholt: Aus 0:4 wird 5:4

Noch vor der Pause sorgte Jean-Paul Ndiaye mit seinem Treffer zum 1:4 (40.) für neue Hoffnung. Kurz nach dem Seitenwechsel war der 19-Jährige erneut zur Stelle und verkürzte auf 2:4 (49.). Danach wurde die Partie immer verrückter. Bocholt verlor zunehmend die Kontrolle, während Schalke auf den nächsten Treffer drängte.

Jakob Fimpel
Foto: IMAGO

In der 80. Minute verwandelte Yassin Ben Balla einen Strafstoß zum 3:4. Nur drei Minuten später gelang Anas Bouda tatsächlich der Ausgleich. Doch damit war die Aufholjagd noch nicht beendet: In der Nachspielzeit traf der eingewechselte Malik Tubic zum 5:4 und machte das Schalke-Comeback perfekt.

Beinahe folgte allerdings noch die nächste Wendung. Bocholt bekam tief in der Nachspielzeit einen Elfmeter zugesprochen, doch Stipe Batarilo-Ćerdić setzte den Ball an den Pfosten. Danach durfte Schalke endgültig jubeln. Fimpel zeigte sich entsprechend stolz: „Meine Jungs haben eine Riesenmoral gezeigt. Am Ende sind wir als glücklicher Sieger vom Platz gegangen.“