Sylla-Festspiele in Oberhausen – Schalke 04 zerlegt RWO mit 5:2

Schützenfest in Oberhausen. Der FC Schalke 04 gewinnt das Testspiel bei Rot-Weiß Oberhausen vor 6520 Zuschauern mit 5:2 (1:2). In der Anfangsphase spielte der Tabellenführer der Regionalliga groß auf und ging dank Doppelpacker Kesim mit 2:0 in Führung (4. Minute, 18.). Die Gäste berappelten sich aber und verkürzten durch Schallenberg auf 1:2 (41.). Dann schlug die Stunde von Moussa Sylla, der binnen 20 Minuten gleich viermal einnetzte (53., 61., 65., 73.).
Rollenwechsel auf Schalke: Chef-Coach Miron Muslic schaute sich die Partie heute entspannt von oben an und überließ seinem Co-Trainer Tim Hoogland das Kommando an der Seitenlinie. Für Hoogland ist es die logische Fortsetzung der letzten Tage, da er bereits die Einheiten im Vorfeld des Testspiels federführend geleitet hatte.
Für eine ganz besondere Geschichte sorgte auch Max Meyer, der ausgerechnet beim Duell gegen Schalke sein Debüt für Rot-Weiß Oberhausen feierte. Die Vergangenheit des ehemaligen Nationalspielers ist eng mit S04 verknüpft. Als 13-Jähriger zog es ihn in die Schalker Knappenschmiede, ehe er die Profis nach 192 Pflichtspielen im königsblauen Dress im Sommer 2018 verließ.
RWO mit starkem Start
RWO legte gleich stürmisch los. Der Bundesligist tat sich schwer gegen spielfreudige Gastgeber. Dennoch verzeichnete S04 die erste große Torchance. Ein Distanzschuss von Dzeko in der vierten Minute klatschte nur ans Aluminium.
Doch die Anfangsphase gehörte den Oberhausenern, die in den Zweikämpfen enorm bissig agierten. Aus der Überlegenheit resultierten gleich zwei Treffer des Viertligisten. Mittelstürmer Timur Kesim düpierte die Deckung von S04 gleich zweimal. Im direkten Gegenzug nach der Dzeko-Chance drückte er eine Flanke unbedrängt zum 1:0 über die Linie. Nach 18 Minuten schnürte der Deutsch-Türke per Kopfball einen Doppelpack.
Sowohl Debütant Meyer als auch der zweifache Torschütze Kesim hatten bereits nach 23 Minuten Feierabend. Die Wechsel dürften aus Gründen der Belastungssteuerung erfolgt sein, da RWO bereits am Sonntag in der Regionalliga gegen Rödinghausen antritt.
In der 34. Spielminute vergab de Jong die Riesenchance auf das 3:0. Nach einer Hereingabe von der linken Außenbahn kam der Einwechselspieler komplett frei zum Kopfball. Der Versuch fiel jedoch zu unplatziert aus und landete direkt bei Schalke-Schlussmann Weiland.
Noch vor der Pause meldeten sich die Knappen zurück. Luca Vozar schlug einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld präzise in den Strafraum. Dort schaltete Ron Schallenberg am schnellsten und nickte die Kugel noch zum Anschlusstreffer in die Maschen (41.).
Schalke dominiert nach der Pause
In der Pause wechselte auch Schalke aus – und zwar 04-mal. Die Gäste kamen mit Schwung aus der Kabine. Auszahlen sollte es sich nach 53 Minuten, als Moussa Sylla einen Konter zum 2:2-Ausgleich vollendete.
Was Kesim in der ersten Hälfte gelang, vollbrachte Moussa Sylla nach dem Seitenwechsel. Der S04-Stürmer nahm das Leder volley und versenkte es zum 3:2 für seinen Klub in den Maschen (61.).
Und Sylla war auf den Geschmack gekommen. Valentine verpasste einen Hereingabe von Becker und musste die Kugel zum 4:2 nur noch über die Linie drücken. Auch aufgrund zahlreicher Auswechslungen lief bei RWO nicht mehr viel zusammen.

Die Knappen hatten noch lange nicht genug. Vor allem Moussa Sylla ließ sich gar nicht mehr stoppen. Im Anschluss an eine Ecke von Schallenberg schädelte er die Kugel zum 5:2 ein (73.). Nach 80 Minuten hatte der Mann des Tages Schichtende.
Starke Parade von Valentine! Der Keeper blieb im direkten Duell mit Ndiaye Sieger und verhinderte in der 86. Minute den sechsten Einschlag.
Fazit: Die Königsblauen taten sich gegen stark aufspielende Oberhausener anfangs extrem schwer, kamen aber durch Ron Schallenberg kurz vor der Pause auf 1:2 heran. In Durchgang zwei folgte die große Moussa-Sylla-Show: Mit vier Toren in nur 20 Minuten drehte der Stürmer die Partie im Alleingang.
S04: Weiland (46. Khadasevych) – Gantenbein (60. Gashi), Rösner (60. Noode), Damberg (46. El Abdouni), V. Becker (80. A. Sylla) – Schallenberg, Bachmann (80. Tober) – Dina Ebimbe (46. Porath), Vozar (72. Lasme) – M. Sylla (80. Güzel), Dzeko (46. Ndiaye)
RWO: Valentine – Winter (32. Halangk), Böhmer (46. Onur), Ludwig (64. Karadamur), Fassnacht (23. Henke) – Yalcin (32. Nyuydine), M. Meyer (23. Mühling) – Donkor (32. Schyske), Süne (32. Möker), Vega Zambrano (32. Terranova Rivera) – Kesim (23. de Jong)
Tore: 1:0, 2:0 Kesim (4., 18.), 2:1 Schallenberg (41.), 2:2, 2:3, 2:4, 2:5 M. Sylla (53., 61., 65., 73.)