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Schalke-JHV wegen technischer Probleme abgebrochen

Schalke 04
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Die Reden der Verantwortlichen fanden statt, die eigentlich geplanten Abstimmungen nicht. Die JHV des FC Schalke 04 konnte aufgrund technischer Probleme nicht dazu genutzt werden, dringen anstehende Personalentscheidungen zu fällen. Vielmehr wurde die Veranstaltung nach mehreren Zwangspause gegen Mittag schließlich komplett abgebrochen.

Den eigenen Zahlen getreu hatte die JHV an diesem Sonntag um 9.04 Uhr begonnen. Doch schon bei der ersten Probe-Abstimmung zeigte sich, dass nicht alle virtuell anwesenden stimmberechtigten Mitglieder ihre Stimme online so abgeben konnten, dass diese auch gezählt würden.

Die Hoffnungen auf eine zeitnahe Klärung dieses technischen Problems zerschlugen sich immer wieder. Letztlich ein Ausgang dieser JHV, der zu den letzten anderthalb Jahren im Club passte, in denen sich eine Pleite an die nächste Panne gereiht hatte. Wann die Veranstaltung bzw. die Abstimmungen nun nachgeholt werden soll, dazu wollte sich am Sonntag niemand konkret äußern. Der scheidende Vorstandschef Dr. Jens Buchta kommentierte Anfragen dazu mit den Worten, dass er dazu aktuell nichts sagen könne. Man brauche erst einmal Zeit für die Prüfung der Ursachen.

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Jobst verweist auf seine Erfolge

Einige Reden von Verantwortlichen des S04 konnten immerhin gehalten werden. So sprachen Alexander Jobst, Peter Knäbel und Christina Rühl-Hamers zu den online zugeschalteten Fans.

Alexander Jobst wies daraufhin, dass der Club mittlerweile trotz des Abstiegs zu den 15 wertvollsten der Welt zähle. Damit verteilte er noch ein wenig Eigenlob, eher er den Verein in wenigen Tagen nach zehn Jahren Tätigkeit in Gelsenkirchen verlassen wird.

Peter Knäbel wählte deutlich kritischere Worte: „Der Abstieg als solcher war schon schlimm. Noch schlimmer war für mich aber die Art und Weise unseres Abstiegs. Denn unser stolzer S04 hat in dieser Saison seine sportliche Würde verloren.“ Teilweise habe er sich für die Auftritte des Bundesliga-Teams „geschämt“.

Rühl-Hamers hingegen verwies auf drei maßgebliche Gründe für die gegenwärtige Finanzmisere. Erstens sei Corona für einen Großteil fehlender Einnahmen verantwortlich zu machen. Zweitens sei das fehlende Eigenkapital ein wichtiger Faktor. Drittens und sich inhaltlich nicht zuletzt, habe man in den letzten Jahren zu viele falsche Entscheidungen getroffen.