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Training fiel heute aus – drei Stunden Krisensitzung, um die Attacken zu verarbeiten

Nabil Bentaleb und Amine Harit
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Die Übergriffe einiger Fans nach der Rückkehr aus Bielefeld zeigen weiter große Auswirkungen beim FC Schalke 04. Das eigentlich für heute angesetzte Training fiel aus. Stattdessen saß die Mannschaft stundenlang zusammen, um diese Vorfälle zu verarbeiten. Einige Profis wollen sogar nicht mehr für Schalke spielen.

Eigentlich hätte am heutigen Freitag die erste Trainingseinheit nach den Fan-Attacken in der Nacht nach dem Abstieg stattfinden sollen. Wie hier berichtet sogar unter Polizeischutz. Doch dazu kam es gar nicht erst.

Statt Fußball zu spielen, zu trainieren und zu üben, setzte man sich zusammen, um die Dinge in Gesprächen aufzuarbeiten. Im Anschluss entschieden die Trainer, dass überhaupt keine Übungseinheit stattfindet. Nächster Trainingstermin ist somit erst Montag, der 26.04.2021. Den Spielern wird also auch das anstehende Wochenende gegönnt, um weiter Abstand zu finden. Die eigentlich vorgesehene Partie gegen Hertha BSC ist bekanntlich wegen der dortigen Quarantäne auf den 12. Mai verschoben worden.

Doch noch bemerkenswerter als die heute abgesagte Trainingseinheit ist der Umstand, dass drei Profis des FC Schalke 04 tatsächlich entschieden haben, in den verbleibenden vier Spielen der Saison nicht mehr für den Revierclub auflaufen zu wollen. Laut Express sind das diese drei Spieler:

  • Mark Uth
  • Suat Serdar
  • Amine Harit

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Drei Spieler wollen nicht mehr auflaufen

Endgültig sei diese Entscheidung zwar noch nicht, doch das ist vorerst der Stand der Dinge.

Allen Spielern stecke der Schock über die Vorfälle nach der Rückkehr aus Bielefeld aber immer noch in den Gliedern.

Dass der Club in Person von Peter Knäbel den Spielern ohnehin schon freigestellt hatte, überhaupt wieder für Schalke 04 aufzulaufen, war bereits am Vormittag bekannt geworden.

Einen konkreten Antrag auf Personenschutz habe der Club bei der Polizei aber noch nicht gestellt, teilte die Polizei Gelsenkirchen ebenfalls öffentlich mit. Diese versicherte aber, je nach Gefährdungslage ohnehin unabhängig von derlei Anforderungen tätig zu werden.

Außerdem entschuldigte sich Peter Knäbel im Namen des Vereins bei den Spielern. Die Verantwortlichen hatten diese zu einer Aussprache mit den wartenden Fans gedrängt, angeblich läge keine Gefahr vor. Dass dem nicht so war, zeigte sich dann sehr rasch nach dem Aussteigen der Spieler aus dem Mannschaftsbus. Wie sich heute zeigt, sind die Folgen dieser Nacht noch immer nicht verarbeitet.