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Schalke-Training ab jetzt unter Polizeischutz!

Ralf Fährmann
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Die Attacken einiger Schalke-Fans in der Nacht nach dem bei Arminia Bielefeld besiegelten Abschied haben weitere Konsequenzen für den Club. Dieser beschloss nun, die Sicherheitsbestimmungen beim Training stark zu verschärfen. Zudem berichten mehrere Medien, dass die Verantwortlichen Polizeischutz für ihre Einheiten am Vereinsgelände angefordert haben.

Als wäre der Abstieg an sich mit einer desaströsen sportlichen Bilanz nicht ohnehin schon schlimmer Tiefpunkt genug, setzten einige Fans in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch noch einen drauf. Das hatte katastrophale Folgen für das Image des Clubs. Aber auch intern bedeutet dies einiges an Veränderungen.

Zum einen verkündete Peter Knäbel, dass es für den Rest der Saison allen Spielern freigestellt sei, ob sie überhaupt noch einmal im Trikot des FC Schalke 04 auflaufen wollen. Gespräche in den kommenden Tagen würden zeigen, wie viel bei jedem einzelnen nach diesen nächtlichen Jagd- und Prügelszenen „hängen geblieben“ sei. Das nächste Bundesligaspiel steht für Schalke allerdings auch erst am 8. Mai in Hoffenheim an. Die Partie gegen Hertha BSC ist wegen der dortigen Quarantäne auf den 12. Mai verschoben. Es bleibt also einiges an Zeit, bis sich die Frage überhaupt stellt, ob ein Spieler wieder für Schalke auflaufen will.

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Verantwortliche ziehen Polizei hinzu

Dazu befürchtet Knäbel, dass sich nun potenzielle Neuzugänge zweimal überlegen werde, ob sie zu solch einem Club wechseln wollen, bei denen ihnen im Falle des ausbleibenden Erfolgs Prügel und die Verfolgung bis zur eigenen Wohnung drohen.

Während das allerdings zunächst Spekulation bleibt, ergibt sich eine sehr konkrete Konsequenz aus den Vorfällen sofort. Wie neben der „Welt“ auch der Express berichtet, hat Schalke 04 für die kommenden Trainingseinheiten Polizeischutz angefordert. Zudem wird man die eigenen Sicherheitsvorkehrungen sowie -kräfte deutlich erhöhen. Ein absolut unwürdiges Schauspiel also, das sich am Trainingsgelände des FC Schalke in den nächsten Tagen bieten wird. Und noch sind weiterhin vier Bundesliga-Spieltage zu absolviere, ehe der Club endlich von all diesen Tiefpunkten befreit ist und er einen Schlussstrich ziehen kann. Zunächst geht es also erstmal unter Polizeischutz weiter.