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Neururer: Keine Hoffnung mehr – Kritik an Fans und Felix Magath

Peter Neururer
Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Vor dem dann verlorenen Derby hatte Peter Neururer noch an eine moralische Wende im Falle eines Schalker Sieges geglaubt. Doch nach dem niederschmetternden 0:4 lässt auch der Ex-Schalke-Trainer alle Hoffnung auf den Klassenerhalt fahren. Zudem kritisiert er die am Stadion randalierenden Fans.

„Wer daran wirklich noch glaubt, ist der größte Träumer auf der Erde“, schildert Neururer plakativ die Lage nach der 15. Niederlage für S04 im 22. Spiel der aktuellen Saison. Dabei hatte er vor dem Derby gegen den BVB noch skizziert, wie noch in dieser Saison die Wende gelinge könne. Bekannt als ausgezeichneter Motivator und insbesondere als Feuerwehrmann in schwierigen Lagen, liegt ihm dies wohl im Blut. Auch in dunkelster Situation noch ein wenig Hoffnung zu verbreiten. Andere hatten das schon zuvor deutlich düsterer gesehen und auch so formuliert. Ex-Radio-Kommentator Manni Breuckmann hatte die Hoffnung beispielsweise schon öffentlich aufgegeben.

Nun muss sich auch Peter Neururer jener größer werdenden Schar von bekannten Köpfen rund um den FC Schalke 04 anschließen, die keine Chance mehr auf den Verbleib in der ersten Bundesliga sieht.

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Magath als Ursprung der Krise

Trotz allen verständlichen Frusts angesichts des drohenden vierten Abstiegs aus dem Oberhaus hat Peter Neururer allerdings kein Verständnis für die Aktionen einiger Fans rund um das Derby. „Als ich das gehört habe, bin ich fast vom Stuhl gefallen“, kommentiert der langjährige Bundesliga-Trainer das Verhalten der Chaoten. „Wo kommen wir denn hin, wenn wir anfangen, anderen Menschen zu drohen und Angst zu machen. Wo sind wir denn hier? Unfassbar. Das ist kriminell, was da vor dem Spiel passiert ist. Und auch nach dem Spiel: da versuchen einige die Arena zu stürmen – Wahnsinn.“

Dass die Club-Verantwortlichen nicht einmal die Polizei alarmierte, als Fans vor dem Spiel ins Teamhotel eindrangen, legt Neururer den Beteiligten zudem als Schwäche aus. Es könne nicht sein, dass einzelne Fans „stärker als der Verein“ seien. Über die Motivation der Randalierer konnte Neururer sich auch nur wundern. Niemand könne doch glauben, dass die Spieler besser spielten, wenn sie zuvor bedrohten wurden.

Den Beginn der Schalker Krise sieht Neururer dann auch in weiter Vergangenheit – im Wirken von Felix Magath als Trainer und Manager in Personalunion. Jochen Schneider müsse dessen Fehler und die von Magaths Nachfolgern nun nur ausbaden.

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