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Schneider im TV-Talk: Doch kein Rücktritt bei Abstieg

Jochen Schneider
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In der sonntagmorgendlichen Fußball-Talkrunde Doppelpass war heute wieder Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider zu Gast. Darin äußerte er sich zu diversen Themen rund um den kriselnden FC Schalke 04, wie z. B. die bereits gestern erwähnte fehlerhafte Trainingssteuerung in der Corona-Pause. Neu ist allerdings, dass Schneider einen Rückzieher von seiner Aussage macht, im Abstiegsfalle von seinem Job zurückzutreten.

Zunächst mal machte Schneider öffentlich, dass man auch beim FC Schalke über eine Verpflichtung von Sami Khedira zumindest nachgedacht habe. Da habe sich aber schnell die Frage gestellt, was machbar sei und was nicht. Weltmeister Khedira wechselt wohl von Juventus Turin zu Ligakonkurrent Hertha BSC.

Dann ging es aber rasch um die akute Krise auf Schalke. Schneider forderte, man müsse „schnell die Trendwende einläuten“, auch wenn viele von außen das Ziel Klassenerhalt als „unrealistisch empfänden“. Schneider selbst glaubt noch daran, auch, weil sich das Team unter dem neuen Trainer Gross „in gewisser Weise stabilisiert“ habe.

Für dennoch wohl nötigen Neuaufbau eines Teams in der 2. Bundesliga suche man einen neuen Sportdirektor. Bei dieser Suche stehe Schneider mit dem Aufsichtsrat in ständigem Austausch. Und danach verkündet Schneider etwas, was die meisten Schalke-Fans aufhorchen lassen dürfte.

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Schneider will nun doch bleiben

Keineswegs habe er gesagt, dass er im Falle eines Abstiegs automatisch weg sei. Dies sei nur dann gegeben, wenn man ihm sage, dass man seine Dienste nicht mehr brauche. Dann klebe er nicht an seinem Job. Anderenfalls also, ist die Konsequenz, würde er auch in der 2. Liga gerne weiter für den FC Schalke 04 in verantwortlicher Position tätig bleiben.

Das klang jedoch vor wenigen Tagen noch völlig anders. Damals wurde er in einem Interview konkret gefragt: „Ihnen ist bewusst, wenn das mit Gross scheitert, dass das für Sie gleichbedeutend mit dem Ende auf Schalke ist?“ Seine eindeutige Antwort auf diese Frage formulierter er so: „Ja, das ist klar.“

Da gibt es keine zwei Interpretationsmöglichkeiten. Nun aber der Rückzug vom für viele eigentlich sicher geglaubten Abschied im Abstiegsfalle. Dieser neue Sachverhalt dürfte für Diskussionen sorgen im Schalker Umfeld.