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Schalke-Legende Ebbe Sand ist für eine Ausgliederung

Ebbe Sand
Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass man die Schalker Fangemeinde bald vor die große Frage stellen wird, ob man die Profiabteilung für Investoren zugänglich machen soll. Angesichts der immensen finanziellen Schwierigkeiten mag das nachvollziehbar sein. Einen Großteil der Schalke-Fans stöße das aber immer noch vor den Kopf. Jetzt äußert sich eine frühere Schalker Spieler-Legende zu diesem Thema.

Nur zwei Spieler des FC Schalke 04 haben überhaupt mehr Tore in der Bundesliga erzielt als er. Aktuell ist Ebbe Sand beim dänischen Verband, nachdem er zwischendurch auch Sportdirektor bei IF Silkeborg war. Ebbe Sand ist aber nicht nur wegen seines langen sportlichen Wirkens in Gelsenkirchen bis heute äußerst beliebt bei den Schalke-Fans, sondern auch, weil er sich immer als integrer Typ präsentiert hat. Seine Einschätzung zu dem auf Schalke immer drängender anstehenden Thema einer möglichen Ausgliederung wird dessen Status als Legende aber möglicherweise ein wenig ankratzen.

Denn Ebbe Sand äußert sich wie im Kicker zitiert wird klar pro Ausgliederung. Diese könne „für Schalke eine große Chance sein, weil so neue finanzielle Möglichkeiten entstünden und diese den Klub wieder handlungsfähiger machen würden.“ Gleichzeitig befürchtet er keine generelle Änderung des Wesens des Clubs.

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Sand vergleicht Schalke mit Bröndby

So führt er weiter zum Thema aus: „Eine neue Struktur [bedeutet] nicht, dass der Verein sich in seinem Kern verändern wird, in seinen Werten und seiner Kultur.“ Wie er zu dieser Einschätzung kommt, weiß Ebbe Sand auch zu erläutern. Sein Heimatverein Bröndby IF sei schließlich schon seit 1987 börsennotiert. Die Werte des Clubs hätten sich dadurch aber überhaupt nicht verändert. Natürlich müsse man mit dem dann eventuell einzunehmenden Geld sinnvoll umgehen. Würde das Geld für den Nachwuchs ausgegeben, glaubt Sand, könne das dem Verein einen enormen Schub geben. Dass er sich bei vielen Schalke-Fans mit diesem Standpunkt nicht sonderlich beliebt macht, scheint ihn nicht zu stören.

Zur aktuellen sportlichen Situation hat Ebbe Sand auch etwas zu sagen, das geht aber über Floskeln nicht hinaus: „Was jetzt zählt, sind Siege, die bringen nach der langen Negativserie das Selbstvertrauen zurück. Das muss man sich aber hart auf dem Platz erarbeiten.“