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Neuer Gehaltsverzicht der Schalker Spieler wird eine schwierige Geburt

Benjamin Stambouli
Foto: Jörg Schüler/Bongarts/Getty Images

Wie gestern von uns bereits berichtet, ist bei einem neuerlichen Gehaltsverzicht des Kaders von Schalke 04 keine Einigung absehbar. Beim ersten Mal war diese Angelegenheit noch rasch und mit viel Entgegenkommen der Spieler gelöst worden. Doch es brechen inzwischen härtere Zeiten an – ein weiterer Gehaltsverzicht ist geplant, eine Einigung aber noch nicht in Sicht.

Schalke 04 ist weiter in großen Geldnöten. Und eventuell kommt in Kürze ein weiterer Posten bei den Ausgaben hinzu. Sollte man Trainer David Wagner wie kolportiert nach einer Niederlage im Heimspiel gegen Werder Bremen entlassen, wäre eine dicke Abfindung fällig. Dazu käme das Gehalt für einen neuen Trainer. Da zudem nicht sicher ist, ob überhaupt Zuschauer in die Veltins-Arena kommen dürfen, fehlen auch auf der Einnahmeseite wichtige Summen.

Verständlich, dass der Club deshalb versucht, dort zu sparen, wo es am effektivsten wäre: bei den Gehältern der Spieler. Diesen will man nach einem bereits zu Beginn der Corona-Krise erfolgten Gehaltsverzicht noch einmal einen solchen abringen. Doch während damals das Entgegenkommen der Spieler – wie eigentlich überall im Profifußball in Europa – groß war, wird jetzt schon lange gefeilscht. Seit Beginn der Vorbereitung auf die neue Saison soll der Vorstand in Gesprächen mit den Spielern des FC Schalke 04 sein.

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Noch ein weiter Weg bis zur Einigung

Doch aktuell sind diese wohl maximal zu einer Stundung bereit. Schon beim ersten dieser Vorgänge wurde auf einen Teil des Gehalts verzichtet, ein anderer Teil wurde lediglich gestundet. Von diesen gestundeten Geldern haben die Spieler aber noch nichts zurück erhalten. Die Vereinbarung lautete aber wohl ohnehin, dass die Nachzahlung erst erfolgen soll, wenn die Veltins-Arena wieder komplett ausverkauft werden darf.

Angesichts einer weiterhin andauernden Corona-Pandemie mit auch in Deutschland wieder steigenden Infektionszahlen ist ein Termin für diese Nachzahlung nicht absehbar. Was naturgemäß die Bereitschaft der Schalker Spieler zu einem weiteren Verzicht nicht erhöhen dürfte.

Erst für Oktober hat man sich für neue Gespräche zu diesem Thema verabredet. Die Aussicht, dass möglicherweise am Samstag im Spiel gegen Werder Bremen wegen der vielen Infektionen in Gelsenkirchen erneut keine Zuschauer zugelassen sein könnten, dürfte die Verhandlungsposition des Clubs nicht gerade stärken.