Bundesliga

Nach Corona-Verstoß in München: Nur eine Ermahnung für Schalke vom DFB

DFB-Sportgericht
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Bei der ohnehin auf wenig Gegenliebe gestoßenen Rückkehr von Clemens Tönnies in die Reihen der Schalker Verantwortlichen beim Spiel in München gab es noch einen weiteren Aufreger. Die Granden von Schalke 04 und dem FC Bayern hatte ohne Masken und ohne Abstand nah beieinander die Partie verfolgt. Doch das hat keine Folgen.

Ob das nun tatsächlich ein Verstoß gegen die im Bundesland Bayern geltenden Hygiene-Regeln war oder nicht, war in der Öffentlichkeit weniger wichtig für die Kritik, als dass gleich die Chefetagen beider Clubs live vor der TV-Republik ihrer Vorbildfunktion nicht nachkamen.

Den DFB-Kontrollausschuss, der sich jetzt (erst) zu diesem Thema äußerte, interessieren allerdings eher harte Fakten. Dieser stellte eindeutig einen Verstoß gegen das Bundesliga-eigene Hygienekonzept fest. In der Folge ist es dennoch so, dass man es bei einer einfachen Ermahnung für beide beteiligten Clubs belässt. Das berichtet u. a. der Kicker auf seiner Webseite, der auch die Begründung des DFB-Kontrollausschusses zitert. Es habe sich um das jeweils erste Vergehen dieser Art der beiden Clubs gehandelt.

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Beide Clubs kein Vorbild in der Allianz-Arena

Zwar erfolgte der Aufruf an alle Beteiligten, sich in Zukunft gewissenhaft an die Vorgaben zu halten. Weitere Konsequenzen erfolgen aber nicht nach dem 0:8 des FC Schalke 04 beim FC Bayern. Während die Bayern-Verantwortlichen, allen voran Karl-Heinz Rummenigge, aber schon öffentlich Besserung gelobten, war vom FC Schalke 04 zu diesem Thema noch nichts zu vernehmen.

Was wiederum daran gelegen haben, mag, dass man eher damit beschäftigt war, den eigenen Anhang wegen des Auftritts von Clemens Tönnies unter den eigenen Verantwortlichen zu besänftigen. Tönnies hatte in München direkt neben Schneider und Jobst gesessen – natürlich ebenfalls ohne Maske und Abstand.