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Laschet widerspricht: Keine „Lex Schalke“ bei einer Landesbürgschaft

Peter Peters
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Die ersten Nachrichten zu dem Thema hatten so geklungen, als sei die Entscheidung schon in trockenen Tüchern. Doch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat heute gleich mehrfach öffentlich widersprochen, dass eine solche Landesbürgschaft bereits feststehe. Dennoch könnte es noch zu einer solchen kommen. Mit Spannung wird die für morgen anberaumte Pressekonferenz von Schalke 04 erwartet.

Auch hier auf dieser Seite wurde schon berichtet, dass es eine Bürgschaft über 40 Millionen Euro seitens des Landes NRW für den finanziell schwer angeschlagenen Club geben werden. Doch offenbar ist da noch nicht entschieden – oder aber Armin Laschet will die Wogen glätten, um dann doch eine solche Bürgschaft bereitzustellen. Denn als die Nachricht am Montag publik wurde, regte sich reichlich Protest in den sozialen Medien.

Einer der Hauptkritikpunkte war dabei aber weniger das Schalker Gebahren, sondern jenes von Aufsichtsratschef Clemens Tönnies in seinen Fleischfabriken. Über 1.500 Menschen hatten sich in seinen Werken mit dem Corona-Virus infiziert, woraufhin ein neuerlicher Lockdown in gleich zwei Landkreisen verfügt wurde.

Jener Clemens Tönnies trat allerdings heute Nachmittag von allen Ämtern beim FC Schalke 04 zurück. Möglicherweise war das ja eine der Bedingungen von Laschet, damit Schalke die offenbar dringend benötigte Landesbürgschaft erhält?

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Laschet bestätigt Bürgschaft nicht

In jedem Fall verwies Armin Laschet darauf, dass man auch anderen Vereinen, die auch Arbeitsplätze kreieren, in den letzten Jahren Hilfen gewährt hätte. Eine Sonderbehandlung des FC Schalke 04 schloss Laschet gleichwohl aus.

Dazu verwies Laschet darauf, dass er eigentlich ohnehin nicht befugt sei, darüber öffentlich Auskunft zu geben. Nicht einmal, ob Schalke überhaupt einen Antrag auf Unterstützung gestellt habe, dürfe er verraten.

Dabei hatten gleich mehrere – seriöse! – Medien davon berichtet, dass diese Landesbürgschaft bereits klar sei. Auf Schalke kommt man also dennoch nicht zur Ruhe, zumal neben Clemens Tönnies ab heute auch der langjährige Finanzchef Peter Peters Geschichte im Vorstand von Schalke 04 ist. Gerade in diesen Tagen, in denen es offenbar tatsächlich um die Existenz des Clubs aus finanzieller Sicht geht, nicht die allerbesten Voraussetzungen.

Ebenso ist eine derartige Landesbürgschaft aber keineswegs vom Tisch und die Fans dürfen sich Hoffnungen machen, dass man einen derartigen Traditionsverein nicht über die Klingen springen lassen wird. Für das Land NRW wäre so etwas schlimmer, als beispielsweise ein nicht ausreichend finanzierter Stadionneubau, machte Laschet im selben Zug deutlich.