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Tönnies bietet der Bundesliga Laborkapazitäten an

Clemens Tönnies
Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Schalke-Boss Clemens Tönnies, seines Zeichens Fleischfabrikant mit zahlreichen Niederlassungen, bietet der Bundesliga Laborkapazitäten aus seinem Unternehmen an. Damit sollen Teile jener Covid19-Tests durchgeführt werden, die für die Weiterführung der unterbrochenen Bundesliga-Saison nötig wären. Geisterspiele könnten so wahrscheinlicher werden. Nachdem man gestern erst Geld von sky zugesichert bekam, die nächste gute Nachricht aus Schalker Sicht.

Von seinem Firmensitz in Rheda-Wiedenbrück aus hat Clemens Tönnies Zugriff auf große Kapazitäten an Zeit im Labor und damit auch die Durchführung von Tests. Normalerweise wird dort Schweineblut getestet. Denn Schweinefleisch ist das, was Tönnies zu jenem reichen Mann gemacht hat, der auch schon mal privat dem FC Schalke 04 ein paar Millionen leihen kann. Nun könnte es sich erneut als Vorteil herausstellen, dass der eigene Boss über gewisse Connections, in diesem Fall sogar im eigenen Haus, verfügt.

Der DFL bot Clemens Tönnies heute seine Hilfe an. Zwar wollte die DFL sich öffentlich zu diesem Thema nicht äußern. Tönnies aber bestätigte Gespräche:

„Es gab einen Austausch. Die Entscheidung liegt nun bei der DFL. Wenn sie genug Test-Kapazitäten haben, stellen wir unsere anderen zur Verfügung.“

Rund 20.000 Tests sollen nötig sein, um die verbleibenden 9 Spieltage aus dieser Warte so zu Ende zu spielen wie es medizinisch sinnvoll ist.

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Geisterspiele werden damit wahrscheinlicher

Alle drei Tage sollten dabei nicht nur die spielenden Profis, sondern auch alle sonstigen Mitarbeiter rund ums Team getestet werden. In seinen eigenen Labors wären bis zu 200.000 Tests monatlich möglich, wenn man auf Covid19-Tests umrüstete. Offenbar soll das ohnehin geschehen, auch, falls die DFL absagt.

In jedem Fall auch ein Zeichen an die Bevölkerung im Lande, dass man bei der Weiterführung der Bundesliga keinen anderen Menschen Testkapazitäten wegnähme, die diese dringender bräuchten als gesunde junge Männer.

Ob Tönnies auch die Kosten dafür übernähme, wurde nicht bekannt. Sicher ist aber, dass alle in der Bundesliga aktuell an einem Strang ziehen und einbringen, was sie können, um die baldige Fortführung der Spiele zu ermöglichen – und das ohne größeren Imageverlust. Noch ist nicht sicher, ob die Geisterspiele etwa ab Mitte Mai kommen werden. Mit Nachrichten wie diesen steigt diese Wahrscheinlichkeit aber definitiv.