Bundesliga

0:3 in Köln – Schalkes Tor- und Ergebniskrise geht weiter

David Wagner
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Es waren gerade mal 9 Minuten gespielt, da lag Schalke beim 1. FC Köln schon wieder zurück. Und im weiteren Verlauf des Spiels kam es noch bitterer. Zur Halbzeit stand es schon 0:2, in der zweiten Hälfte patzte Alexander Nübel erneut. Und den Schalkern fehlten die Mittel, irgendetwas am Spielhergang zu ändern. Die Krise auf Schalke wird immer größer.

Beide Clubs blieben ihrer jüngsten Linie treu. Das heißt für den 1. FC Köln, weiter auf der Erfolgswelle zu schwimmen. 8:0 Tore in den letzten beiden Partien. Und aus Schalker Sicht genau dasselbe, nur umgekehrt. 0:8 Tore aus den letzten beiden Spielen und natürlich null Punkte. Damit entfernen sich die Geißböcke immer weiter von den Abstiegsrängen. Der FC Schalke 04 steht zwar noch auf Rang 6 und damit einem für die Europa League qualifizierenden Rang. Doch der Trend zeigt dermaßen nach unten, das für die weiteren Spieltage ein ebensolches weiteres Abrutschen zu befürchten steht. Zudem drängt sich eine neuerliche Torwartdebatte wieder auf, nachdem Alexander Nübel im zweiten Spiel hintereinander schwer patzte. In dieser Form wird er nicht den Hauch einer Chance haben, Manuel Neuer von der Bank aus beim FC Bayern München zu verdrängen. Was ab Sommer aber nicht mehr die Sorge des FC Schalke 04 sein wird.

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Nübel mit erneutem schweren Patzer

Doch bis zum Sommer sind ja noch 10 Spieltage zu absolvieren. Und nach dem erneut desolaten Auftritt in der Bundesliga stellt sich so langsam die Frage, wann und wie es endlich wieder besser werden soll. In der Hinrunde hatte man ja ebenso wie beim Rückrundenauftakt noch ganz anders ausgesehen und viele Erfolge gefeiert.

In Köln sah es von Anfang an nicht danach aus, als gelänge dem Team die Trendwende. Neu im Spiel waren zwar Schöpf, Boujellab und Gregoritsch, doch diese neuen Köpfe brachten keinen neuen Wind. Dass es dann nicht mal zehn Minuten dauerte, bis man in Rückstand lag, machte die Angelegenheit nicht einfacher. In der ersten Halbzeit hatte allein Michael Gregoritsch gegen Ende eine Einschusschance, vergab aber. Zuvor hatte Cordoba für die Kölner schon auf 2:0 erhöht.

Dass es vor Wiederanpfiff ebenso wie in Hoffenheim an diesem Spieltag zu einer Unterbrechung wegen vermeintlichen Schmähplakaten kam, dürfte das Team selbst eher wenig tangiert haben. In der 75. Minuten legte sich Alexander Nübel schließlich einen Schuss von Kainz aus spitzem Winkel selbst ins Tor – und sank konsterniert in seinem Kasten zusammen. Nicht nur gelang keine Ergebniskosmetik mehr. Die Schalker konnten keinerlei Torgefahr entwickeln. Geht es so weiter, rutscht man schon am nächsten Spieltag aus den internationalen Rängen. Denn die Verfolger Wolfsburg und Hoffenheim haben jeweils nur 2 Punkte weniger gesammelt.