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Schalkes Kadertüftler Lüftl gibt exklusive Einblicke ins Scouting

Maximilian Lüftl
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Schalkes Maximilian Lüftl gibt Einblicke ins Scouting. Dabei erklärt der Direktor Profifußball, wie die Schalke-DNA die Kaderplanung prägt.


Max Lüftl hat den Kader des FC Schalke 04 kräftig ausgelüftlt. Seit Juni ist er Direktor Profifußball, zuvor leitete er ab Januar 2026 die Scouting-Abteilung. Im exklusiven Interview bei S04TV+ spricht Lüftl über seine Arbeit, interne Datenbanken und die Bedeutung der Schalke-DNA.

Seit nicht einmal einem Jahr ist Lüftl auf Schalke. Dennoch wurde er aufgrund seiner akribischen Arbeit bereits befördert. Die Beförderung im Sommer sieht er allerdings nicht als Auftrag, dem Team seinen persönlichen Stempel aufzudrücken. „Ich bin weit weg davon, dass ich sage, das ist ein Max-Lüftl-Kader. Am Ende geht es um Schalke 04“, betont der Transferexperte. Stattdessen müsse er verstehen, „wie der Verein tickt, wie das Umfeld tickt und was der Verein braucht“.

Die Schalke-DNA sei dabei „die Basis“. Bei der Kaderplanung für die Bundesliga ging es darum, jede Position bestmöglich zu besetzen, den Konkurrenzkampf zu erhöhen und Erstliga-Erfahrung hinzuzugewinnen. Gleichzeitig sollte das funktionierende Mannschaftsgefüge erhalten bleiben.

Ein wichtiges Werkzeug ist die selbst entwickelte Datenbank „StatsLibuda“. Sie bündelt relevante Informationen zu Spielern aus unterschiedlichen Ligen. Grundlage sind zuvor definierte Spiel- und Positionsprofile. „Das Entscheidende ist, das alles in unseren Kontext zu bringen“, erklärt Lüftl. Gutes Scouting bedeute für ihn vor allem „Detailverliebtheit“ und ein möglichst umfassendes Bild des Spielers und seines Umfelds.

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Auch den Transferprozess hat Schalke laut Lüftl überarbeitet. Medizinchecks gehen inzwischen stärker in die Tiefe. Zudem setzt der Verein verstärkt auf Daten- und Videoscouting, um anschließend gezielter ins Live-Scouting zu gehen. „Nicht mehr breitmassig abdecken, sondern versuchen, schon davor zu filtern“, beschreibt Lüftl den Ansatz.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Nachwuchs. Schalke wolle die besten Talente aus der Region frühzeitig für sich gewinnen. „Wenn man die Historie der Jungs ansieht, die hier den Weg in die Arena geschafft haben, dann sind es oftmals die Jungs gewesen, die schon sehr früh auf Schalke gespielt haben und sich auch emotional an den Verein gebunden haben.“

Norbert Elgert
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Emotionen spielen auch bei Transfers eine Rolle. Auf die Frage nach dem für Robin Gosens verschickten Trikot mit der Rückennummer acht verrät Lüftl keine Details. Er erklärt aber: „Am Ende geht es auch im Fußball sehr um Emotionen und wir hier auf Schalke sind ein emotionaler Verein.“ Diese Stärke müsse der Klub ausspielen.