Kampf um Schalke-Stammplatz: Wöber setzt Ausrufezeichen

Zwei Schalke-Profis waren mit ihren Nationalmannschaften unterwegs. Während Maximilian Wöber für Österreich überzeugte, musste Satoshi Tanaka bei Japan zuschauen.
Maximilian Wöber kann mit einem positiven Gefühl zum FC Schalke 04 zurückkehren. Beim Nations-League-Duell zwischen Österreich und Irland erhielt der 28-Jährige eine Halbzeit lang die Gelegenheit, sich in der Nationalmannschaft zu präsentieren. Beim 2:2 in Dublin half der Verteidiger mit, die ÖFB-Auswahl nach einem schwachen Start wieder auf Kurs zu bringen.
Wöber musste sich zunächst von der Bank aus ansehen, wie Österreich früh in Schwierigkeiten geriet. Bereits nach zwölf Minuten brachte Troy Parrott die Iren in Führung. Noch vor dem Seitenwechsel schlug der Stürmer ein zweites Mal zu und verwandelte einen Foulelfmeter zum 2:0.
Ralf Rangnick nahm anschließend Veränderungen vor. Wöber durfte ab Wiederbeginn in der Defensive ran und spielte dabei im Abwehrzentrum – jener Rolle, in der er sich besonders wohlfühlt. Der Schalker fügte sich schnell ein und zeigte eine konzentrierte Vorstellung. Gegen die körperlich auftretenden Gastgeber behauptete er sich in mehreren Situationen und trug dazu bei, dass Österreich nach der Pause defensiv sicherer stand. Lediglich eine späte Gelbe Karte kam noch hinzu.
Schalke-Profi Wöber überzeugt – Tanaka bleibt außen vor
Die Aufholjagd benötigte dennoch etwas Zeit. Erst in der 71. Minute brachte Alexander Prass die Gäste wieder heran. Michael Gregoritsch, der früher selbst für Schalke spielte, sorgte wenig später per Freistoß für den Ausgleich. Dabei blieb es trotz weiterer österreichischer Möglichkeiten.

In der Nations-League-Tabelle hat der Punkt ebenfalls Bedeutung: Mit sieben Zählern aus den ersten drei Begegnungen bleibt Österreich an der Spitze seiner Gruppe. Schon am Sonntag geht es auswärts gegen den Kosovo weiter. Das erste Duell beider Mannschaften endete 3:1 für Österreich.
Während Wöber wichtige Spielpraxis sammeln konnte, verlief der Länderspieltag für Satoshi Tanaka deutlich ruhiger. Der Schalker Mittelfeldspieler stand beim Kirin Cup gegen Ecuador nicht im japanischen Spieltagsaufgebot. Japan gewann die Partie nach torlosen 90 Minuten mit 5:4 im Elfmeterschießen. Im Finale wartet am Montag Neuseeland.