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Ungewöhnliche Reise nach Lustenau: Das steckt hinter Schalkes Testspiel

Miron Muslic und Frank Baumann
Foto: IMAGO

Schalke 04 nutzt die Länderspielpause für ein ungewöhnliches Testspiel. Am heutigen Samstag gastiert S04 beim österreichischen Zweitligisten Austria Lustenau. Hinter der rund 675 Kilometer langen Reise steckt allerdings mehr als nur die sportliche Vorbereitung.


Die Partie zwischen Lustenau und Schalke ist auf eine Vereinbarung mit der Sun AG zurückzuführen. Das Unternehmen war während der Saison 2025/26 Hauptsponsor der Schalker und ist nun der Grund dafür, dass die Königsblauen erstmals überhaupt in Lustenau antreten.

Nachdem die Zusammenarbeit im Sommer zunächst endete, einigten sich Schalke und die Sun AG auf eine weitere Zusammenarbeit bis 2028 – allerdings nicht mehr als Hauptsponsor. Im Rahmen der Zusammenarbeit wurde das Testspiel gegen Lustenau vereinbart.

Denn die Firma vom Bodensee ist gleichzeitig auch als Sponsor bei Austria Lustenau tätig. Das Unternehmen ist dort Stadion-Namenspartner: Die Heimspiele der Lustenauer finden in der Sun-Minimeal-Arena statt.

Für Schalke ist das Testspiel damit auch eine Folge der bestehenden Verbindung zu einem Partner. Sportlich bietet die Partie Trainer Miron Muslic gleichzeitig die Möglichkeit, Spielern aus der zweiten Reihe Einsatzzeit zu verschaffen und den Rhythmus während der Länderspielpause aufrechtzuerhalten.

Die Reise nach Vorarlberg ist dabei durchaus speziell. Rund 675 Kilometer liegen zwischen Gelsenkirchen und Lustenau. Für ein Testspiel ist eine derart weite Anreise eher ungewöhnlich.

Duell unter Aufsteigern

Neben dem gemeinsamen Partner verbindet die beiden Vereine auch eine sportliche Parallele. Lustenau stieg in der vergangenen Saison ebenfalls aus der zweiten Liga auf und kämpft nun um den Klassenerhalt in der österreichischen Bundesliga und steht nach sieben Spieltagen mit acht Punkten auf Rang neun.

Interessant ist dabei der Modus der österreichischen Liga. Die zwölf Erstligisten treffen zunächst jeweils zweimal aufeinander. Anschließend wird das Feld geteilt: Die sechs besten Teams spielen in der Meistergruppe um den Titel und die internationalen Plätze, während die übrigen sechs Mannschaften in der Abstiegsgruppe um den Klassenerhalt kämpfen.

Austria Lustenau
Foto: IMAGO

An der Seitenlinie steht mit Markus Mader ein Trainer, der den Klub bereits einmal ins Oberhaus geführt hat. 2022 gelang ihm mit Lustenau der Aufstieg. Nach einer Saison auf Rang acht folgte allerdings der Abstieg im Jahr darauf.

Im Dezember 2024 kehrte Mader nach Lustenau zurück. Rund anderthalb Jahre später führte er die Austria erneut in die Bundesliga. Nun soll der 57-Jährige den Aufsteiger in der höchsten österreichischen Spielklasse halten. Zunächst steht allerdings das Testspiel gegen Schalke 04 an. Anpfiff der Partie ist am Samstag, 3. Oktober, um 15 Uhr.