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Transferkracher? Schalke will Torschützenkönig von Erstligist

Frank Baumann
Foto: IMAGO

Schalke 04 soll Interesse an einem 19-Tore-Mann zeigen. Der Torschützenkönig ist kein Unbekannter und wäre ein möglicher Königstransfer.


Nach dem Bundesligaaufstieg ranken sich die Transfergerüchte um den FC Schalke 04. Dabei rückt nun offenbar ein Name in den Fokus, der in der 2. Bundesliga zuletzt für großes Aufsehen sorgte. Laut „africafoot.com“ beschäftigen sich die Königsblauen mit Noel Futkeu von Eintracht Frankfurt.

Der 23-Jährige spielte in der vergangenen Saison für Greuther Fürth und sicherte sich dort nicht nur die Torjägerkanone, sondern war gleichzeitig auch bester Scorer der Liga. 19 Tore und fünf Vorlagen in 34 Einsätzen sprechen eine deutliche Sprache.

Futkeu absolvierte jedes einzelne Saisonspiel und überzeugte damit nicht nur sportlich, sondern auch mit Verfügbarkeit. Gerade auf Schalke war Verletzungsanfälligkeit im Sturm zuletzt immer wieder ein Problem. Spieler wie Emil Hojlund, Bryan Lasme oder Christian Gomis fielen regelmäßig aus. Futkeu dagegen stand konstant zur Verfügung und traf beim 16. der Tabelle wie am Fließband.

Der gebürtige Essener kehrt nach der Saison zunächst zu Eintracht Frankfurt zurück. Die Hessen zogen bereits im Frühjahr ihre Rückkaufoption in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro. Intern soll jedoch nicht mit dem Angreifer geplant werden. Der Marktwert liegt aktuell bei fünf Millionen Euro, die Eintracht soll laut der „Frankfurter Rundschau“ allerdings deutlich höhere Ablöseforderungen haben.

Wie realistisch ist ein Schalke-Transfer von Noel Futkeu?

Auch der Vergleich mit Abgangskandidat Moussa Sylla macht Futkeu für Schalke interessant. Schließlich besitzen beide Spieler aktuell einen Marktwert von fünf Millionen Euro.

Während Futkeu auf 19 Treffer und fünf Vorlagen kommt, stehen bei Sylla sieben Tore und drei Assists zu Buche. Futkeu läuft mehr, sprintet häufiger, führt mehr Dribblings aus, gewinnt mehr Zweikämpfe und ist kopfballstärker. Lediglich beim Topspeed liegt Sylla um knapp 2km/h vorne.

Noel Futkeu
Foto: IMAGO

Neben Schalke sollen auch Borussia Mönchengladbach, der Hamburger SV und RSC Anderlecht interessiert sein. Dennoch haben Beispiele wie Köln oder der HSV gezeigt, dass Aufsteiger gezielt investieren müssen, um die Klasse zu halten. Köln investierte nach dem Aufstieg 24,53 Millionen Euro und nahm nur 12,4 Millionen Euro ein. Unter anderem zahlte man für Rav van den Berg stolze 8 Millionen Euro. Auch der HSV sicherte mit namhaften Verstärkungen und hohen Gehältern für Fabio Vieira und Luka Vuskovic den Klassenerhalt.

Durch Einnahmen wie die Weiterverkaufsbeteiligung beim Rodrigo-Zalazar-Transfer könnte Schalke zumindest finanziell etwas mehr Spielraum besitzen. Sollte zudem Moussa Sylla verkauft werden, wäre ein Angriff auf den Zweitliga-Torschützenkönig plötzlich realistischer als gedacht und vielleicht gewährt Frankfurt eine Leihe mit Kaufoption.