„Wir wollen das nicht“: Klare Ansage von Becker an die Schalke-Fans

Vor dem möglichen Aufstieg des FC Schalke 04 richten die Profis einen klaren Appell an ihre Fans. Ein Platzsturm soll aus Sicherheitsgründen unbedingt verhindert werden.
Beim FC Schalke 04 wächst die Hoffnung auf die Rückkehr in die Bundesliga – doch vor dem möglichen Aufstiegsabend richten die Spieler einen eindringlichen Appell an ihre Fans. Im Fokus steht vor der Partie gegen Fortuna Düsseldorf am Samstag (20:30 Uhr) dabei ein Thema, das bereits in der Vergangenheit für unschöne Szenen gesorgt hat: ein möglicher Platzsturm.
Abwehrspieler Timo Becker machte im Gespräch mit Sky deutlich, dass sich die Mannschaft klar positioniert hat: „Wir als Mannschaft haben uns klar positioniert.“ Gemeinsam mit Kapitän Kenan Karaman und den Ultras habe er bereits Gespräche geführt. Ziel sei es, die Fans für die Risiken zu sensibilisieren. „Es geht um die Sicherheit aller im Stadion“, betonte Becker.
Hintergrund sind die Ereignisse beim Aufstieg 2022, als zahlreiche Zuschauer verletzt wurden. Besonders die baulichen Gegebenheiten in der Arena stellen ein Risiko dar: Zwischen Tribüne und Spielfeld liegt ein mehrere Meter tiefer Graben, den Fans bei einem Platzsturm überwinden müssten. Becker erinnerte an die Folgen von damals und stellte klar: „Das will man nicht sehen, dass da zig Krankenwagen mit Blaulicht stehen und einer nach dem anderen herausgefahren wird.“
Schalke-Profis wollen Aufstieg mit Familien feiern
Neben den Sicherheitsaspekten spielt für die Profis auch ein persönlicher Faktor eine große Rolle. Die Mannschaft möchte den möglichen Erfolg gemeinsam mit ihren Familien feiern. Becker formulierte es eindringlich: „So einen Moment, den hat man nicht oft in seinem Leben. Man will dann auch Menschen um sich haben, mit denen man das erreicht hat, die man kennt.“

Deutlich wurde er auch mit Blick auf mögliche Szenarien im Erfolgsfall: „Ich würde ungerne Kenan Karaman heißen, zwei Kinder haben und diese auf den Platz rufen, während mir auf einmal 3000 Fans entgegengerannt kommen.“ Die Spieler wünschen sich stattdessen eine kontrollierte Feier auf dem Rasen – gemeinsam mit Fans, aber ohne unkontrollierte Szenen.
Auch der Verein selbst plant weitere Maßnahmen und Hinweise, um einen Platzsturm zu verhindern. Neben der Gefährdung von Menschen drohen im Ernstfall zudem finanzielle Konsequenzen. Klar ist: Sollte Schalke den entscheidenden Schritt Richtung Aufstieg machen, steht einer großen Party nichts im Weg – allerdings nur unter sicheren Bedingungen.