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„Immer noch ein Weltklassespieler“: Bosnien-Coach Barbarez schwärmt von Dzeko

Sergej Barbarez, Nationaltrainer von Bosnien-Herzegowina
Photo by Srdjan Stevanovic/Getty Images

Zurzeit sind beide bei der Fußball-WM aktiv. Sergej Barbarez (54) und Edin Dzeko (40) versuchen, mit der Auswahl von Bosnien-Herzegowina in die K.-o.-Runde einzuziehen. Der Nationaltrainer baut auf seinen Star-Stürmer.


Barbarez weiß, wo der gegnerische Kasten steht. In der Bundesliga netzte der Torschützenkönig von 2001 insgesamt 96-mal für Hansa Rostock, Borussia Dortmund, den Hamburger SV und Bayer Leverkusen ein.

Dzeko trat 2010 in die Fußstapfen seines Coachs und holte sich 2010 die Torjägerkanone. Nicht nur in Deutschland versetzte er gegnerische Abwehrreihen in Angst und Schrecken. 2017 wiederholte er seinen Erfolg als bester Torschütze – diesmal jedoch in der italienischen Serie A. Im Trikot von AS Rom erzielte der heutige S04-Goalgetter 29 Treffer.

Ob er auch in der kommenden Spielzeit für Königsblau auf dem Platz steht, ist aktuell unklar. Am 30. Juni 2026 endet das Arbeitspapier Dezkos. Sollte die bosnische Auswahl die Gruppenphase überstehen, würde der 40-Jährige immer noch jenseits des Großen Teichs weilen. Nach dem 1:1 zum Auftakt gegen Co-Gastgeber Kanada folgen noch die Duelle gegen die Schweiz (18. Juni) und Katar (24. Juni).

„Komplett auf dem Boden geblieben“

Gegen Kanada saß der bosnische Rekord-Internationale auf der Bank. Dzeko scheint die Schulterverletzung aus dem Play-off gegen Italien noch nicht zu 100 Prozent auskuriert zu haben. Trotz des Ausfalls betont Barbarez im Interview mit der SPORT BILD die Bedeutung Dzekos für das Team. „Es ist beeindruckend, wie die jungen Spieler auf dem Platz oder im Hotel zu ihm aufschauen“, erklärt der Chef-Coach. „Sie kannten ihn zuvor nur aus dem Fernsehen oder wollten früher ein Foto beziehungsweise ein Autogramm von ihm. Das Gute ist: Edin ist komplett auf dem Boden geblieben. Das merken die Jungs schnell, und das gibt ihnen Sicherheit.“

Edin Dzeko
Foto: IMAGO

Den Wechsel von Dzeko zu S04 begrüßt Barbarez: „Schalke und Edin, das hat super gepasst.“ Er traut dem Routinier zu, auch im hohen Fußballer-Alter in der Bundesliga seine Leistung zu bringen. „Für mich ist nicht nur wichtig, wie er auf dem Platz agiert, seine Tore schießt und die Mitspieler in Szene setzt“, führt der 54-Jährige aus, „sondern auch, wie ein Gegner auf ihn reagiert.“

So hätte Dzeko stets „zwei Gegenspieler gebunden“, analysiert Barbarez. „Das zeigt mir, dass er immer noch ein Weltklassespieler ist.“