Olympia-Voting im Revier läuft: Für diesen Sport wäre Arena von Schalke 04 vorgesehen

Bis zum 19. April haben die Bürger im Ruhrgebiet Zeit, ihr Votum bezüglich einer möglichen Olympia-Bewerbung ihrer Region abzugeben. Das gilt auch für die Einwohner Gelsenkirchens, wo mit der Veltins-Arena des FC Schalke 04 eine Sportstätte steht, die keine ganz unwichtige Rolle in den Planungen spielt – und dies nicht für den Fußball.
Andere Sportarten waren schön häufiger zu Hause in der Arena von S04. Man denke an die jährliche World Team Challenge im Biathlon a>, aber auch an die Eishockey-WM 2010, bei der sogar mit 77.803 Anwesenden ein – inzwischen überbotener – Zuschauer-Weltrekord aufgestellt wurde. Wenn man so möchte, betreiben auch die Trucks des Monster Jams eine Art (Motor-) Sport. Doch keine dieser Sportarten würde es sein, für die die Veltins-Arena die Kulisse bildete, sollten die Olympischen Spiele tatsächlich in die Region Rhein Ruhr kommen, wozu neben dem Ruhrgebiet auch Köln, Düsseldorf und weitere Städte im Westen von NRW zählen.
Vorgesehen ist die Veltins-Arena tatsächlich für die Olympischen und Paralympischen Schwimmwettbewerbe, die dann je nach Umbauplänen vor exorbitanter Zuschauerzahl stattfinden könnten. Dass der Rasen der Arena ohnehin leicht hinausgerollt werden kann, dürfte die Entscheidung, das Schwimmen in Gelsenkirchen zu planen, begünstigt haben.

2010 ein Weltrekord im Eishockey in der Veltins-Arena
Die Abstimmung darüber, ob diese Region sich am zunächst innerdeutschen Wettbewerb um eine Olympia-Bewerbung beteiligen soll – auch Hamburg, München und Berlin sind interessiert – ist eine reine Briefwahl. Die Unterlagen dafür erhielt jeder stimmberechtigte Bürger automatisch zugesandt. Die Hürde ist also nicht allzu groß, sich an dieser Abstimmung zu beteiligen. Die meisten Parteien sind Fürsprecher einer Bewerbung, allein Die Linke spricht sich in den jeweiligen Städten und Kommunen gegen eine Olympia-Bewerbung aus, weil unklar sei, was das alles koste und wie überhaupt der reale Nutzen für die beteiligten Städte aussähe.
Zunächst müsste sich eine Mehrheit der Bürger für eine Teilnahme aussprechen, dann müsste sich die unter dem Namen „Köln Rhein Ruhr“ firmierende Bewerbung gegen die anderen deutschen Kandidaten durchsetzen. Und dann müsste die Region auch die Entscheider vom IOC von sich überzeugen und die international Konkurrenz distanzieren. Ehe tatsächlich Olympische Schwimmwettbewerbe in der Schalker Arena durchgeführt werden, müssten also so einige Bedingungen erfüllt werden, was ein solches Szenario als nicht allzu wahrscheinlich wirken lässt. Die Entscheidung, welcher deutsche Kandidat ins internationale Rennen geschickt wird, fällt der DOSB am 26. September 2026.
Zum Glück für die Kassen des FC Schalke finden aber auch ohne Olympia regelmäßig etliche Veranstaltungen in der vereinseigenen Arena statt. Es sind sogar von allen deutschen Stadien die meisten Events pro Jahr, welche für die Veltins-Arena akquiriert werden.