„Es war wunderschön“: Junior Adamu über Tor-Premiere für Österreich

Junior Adamu hat einen besonderen Meilenstein erreicht: Beim 3:1-Sieg der österreichischen Nationalmannschaft gegen den Kosovo erzielte der Angreifer des FC Schalke 04 seinen ersten Treffer im ÖFB-Trikot. Nach seiner Rückkehr nach Gelsenkirchen blickte der 25-Jährige auf einen emotionalen Moment zurück, der für ihn schon seit Kindertagen ein Traum war.
Fast zwei Jahre hatte Adamu auf eine erneute Einladung zur österreichischen Nationalmannschaft warten müssen. Umso mehr genoss der Stürmer die Rückkehr in den Kreis vertrauter Mitspieler. Beim Erfolg gegen den Kosovo wurde sein Comeback schließlich von einem persönlichen Höhepunkt gekrönt.
„Es war wunderschön“, sagte Adamu über seinen Premierentreffer. Die Entstehung des Tores blieb ihm dabei besonders in Erinnerung.
„Unser Torwart Christian Zawieschitzky leitet die Aktion ein, Xaver Schlager dribbelt an drei Mann vorbei und sieht dann Patrick Wimmer in einer Lücke durchstarten. Da hätte er auch schon zu mir spielen können – seine Entscheidung, auf Patrick zu spielen, war aber die richtige. So sind wir zu zweit aufs Tor zugelaufen und ich wurde bedient.“
Besonderer Jubel nach dem ersten Länderspieltor
Nach dem Treffer präsentierte Adamu gemeinsam mit Wimmer den sogenannten „Griddy“-Tanz. Der Jubel war kein Zufall. Bereits nach seinem ersten Champions-League-Tor gegen den FC Bayern München hatte der Angreifer diese Bewegung gezeigt. Auch für sein erstes Tor im österreichischen Nationaltrikot hatte er den Jubel einigen Menschen versprochen.
Wie viel ihm der Treffer bedeutet, machte Adamu ebenfalls deutlich. „In meinem nun zehnten Länderspiel endlich meinen ersten Treffer erzielt zu haben, bedeutet mir sehr viel!“, erklärte er.
Besonders bewegend sei für ihn gewesen, dass damit ein Kindheitstraum in Erfüllung ging. „Als Kind träumt man davon, später redet man mit seinen Freunden über die Nationalmannschaft und die Vorstellung, für sein Land zu treffen. . Es nun geschafft zu haben, ist unbeschreiblich“, sagte der Stürmer.
Den Moment werde er nicht vergessen. Sein Trikot hat bereits einen besonderen Platz gefunden: Es hängt in seinem Gaming-Zimmer, in dem Adamu Erinnerungsstücke an wichtige Karriere-Momente sammelt.
Wiedersehen mit Ex-Klub Freiburg
Auch auf Schalke wurde der Erfolg aufmerksam verfolgt. Trainer Miron Muslic meldete sich telefonisch bei seinem Angreifer und freute sich mit ihm über das erste Länderspieltor. Zudem gratulierten mehrere Teamkollegen, darunter Dejan Ljubičić, Vitalie Becker, Soufiane El-Faouzi und Mertcan Ayhan. Nach Adamus Rückkehr gehörte auch Kapitän Kenan Karaman zu den ersten Gratulanten.
Der Stürmer betonte, dass er sich bei den Königsblauen wohlfühle und seine positive Stimmung gerne mit der Mannschaft teile: „Ich versuche, die Freude, die ich in mir habe, mit den Jungs zu teilen und die Zeit zu genießen. Vor dem Training gilt es, den Fokus hochzuhalten. Danach sind wir zwar alle fix und fertig, aber ich probiere, für gute Stimmung zu sorgen und den Jungs ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.“

Für Schalke steht am Sonntag das Duell mit Adamus‘ ehemaligem Verein SC Freiburg an. In seiner Zeit beim Sport-Club kam der Angreifer 67-mal zum Einsatz. Den kommenden Gegner schätzt er als diszipliniert und mannschaftlich geschlossen ein.
„Zu Hause sind die Freiburger sehr stark. Das rührt daher, dass sie eine sehr disziplinierte Mannschaft sind und einen großen Teamgeist besitzen. Dort arbeitet wie bei uns jeder für den anderen und gemeinsam für gesteckte Ziele.“
Adamu sieht für Schalke dennoch Möglichkeiten: Mit der eigenen Intensität könne man Freiburg vor Probleme stellen. Außerdem wolle er seine Erfahrungen aus der gemeinsamen Zeit nutzen und den Mitspielern bei Bedarf Tipps geben. Sobald die Partie angepfiffen wird, ist für ihn die Rollenverteilung allerdings klar: „Dann zerreiße ich mich nur noch für den FC Schalke 04.“