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Bei Lustenau-Test: Schalke-Eigengewächs überzeugt in ungewohnter Rolle

Vitalie Becker
Foto: IMAGO

Dank Moussa Sylla hat der FC Schalke 04 auch das zweite Testspiel der Länderspielpause gewonnen. Vitalie Becker musste auf einer neuen Position ran.


Der Linksverteidiger stand beim 1:0 gegen Austria Lustenau von Beginn an auf dem Rasen, beackerte aber nicht wie gewohnt die linke Außenbahn, sondern bildete den linken Part in der Dreierkette. In Abwesenheit der Nationalspieler Nikola Katic (Bosnien) und Mertcan Ayhan (Türkei U21) sowie des verletzten Timo Becker war Trainer Miron Muslic zu Umstellungen im Defensivverbund gezwungen und stellte Abwehrchef Hasan Kurucay mit Becker und Adrian Gantenbein zwei gelernte Außenverteidiger an die Seite.

„Das war neu für mich. Ich konnte aber in unseren Prinzipien spielen und denke, dass ich es gut gemacht habe“, blickte Becker nach der Partie zufrieden auf seine Leistung in ungewohnter Rolle und zog nach dem glanzlosen, aber verdienten Auswärtssieg ein positives Fazit: „Es ist wichtig, auch in Testspielen hinten die Null zu halten und dieses Gefühl mit in die kommenden Spiele zu nehmen.“

Muslic erklärt neue Becker-Rolle: „Wollten die Statik nicht verändern“

Muslic erklärte nach der Partie, wieso er trotz der Ausfälle mehrerer Innenverteidiger an seinem System festhielt. „Wir wollten keine großen Veränderungen in unserer Statik vollziehen“, betonte der Trainer und fügte an, dass Gantenbein und Becker die Prinzipien seit 16 Monaten kennen und die neue Rolle daher gut annehmen konnten.

Für Gantenbein, der gerade aus einer langen Verletzung zurückgekehrt ist, war nach 86 Minuten Feierabend, für ihn kam mit Mika Khadr ein gelernter Innenverteidiger aus der U23. Becker stand bis zum Abpfiff auf dem Platz, rückte aber nach der Auswechslung von Routinier Robin Gosens in der 82. Minute wieder auf seine angestammte linke Schiene. Steve Noode übernahm Beckers Platz in der Dreierkette.

Vitalie Becker
Foto: IMAGO

Wenn am Wochenende der SC Freiburg auf die Knappen wartet, dürfte in der Abwehr wieder alles beim Alten sein. Timo Beckers Einsatz bleibt zwar fraglich, mit Katic und Ayhan kehren jedoch zwei wichtige Optionen für die Hintermannschaft zurück.