Größtes Schalke-Problem: Königsblau muss effizienter werden

Der FC Schalke 04 kam eigentlich recht gut in die neue Saison. Und es gibt auch wenig, was man aktuell wirklich ernsthaft kritisieren könnte und müsste. Doch ein Punkt ist noch deutlich verbesserungswürdig.
Dabei handelt es sich um die Effizienz in der Offensive. Was man Schalke auf jeden Fall zusprechen muss, das ist die Fähigkeit, sich schnell an die neue Liga angepasst zu haben. Schalke hat schnell gelernt, dass ein gewisses Risiko zwar sinnvoll ist, das aber abgesichert werden muss.
Das Augsburg-Spiel direkt am ersten Spieltag war das perfekte Beispiel. Schalke spielte hochgradig aktiv und aggressiv, aber versäumte es dabei, die Tore zu machen. Die Hektik, die ins Spiel kam, nutzte dann wiederum Augsburg, um die Tore zu machen.
Schalke muss mehr aus der Offensive herausholen
Einige gute Abschlussmöglichkeiten wurden auch in den Spielen danach ausgelassen. Der Unterschied: Schalke spielte defensiver, kompakter, ließ nur ein Gegentor in drei Spielen zu. Deswegen wurden die fünf Punkte auch geholt.
Das Portal Understat liefert die entsprechenden Daten: Schalke liefert einen Wert bei den Expected Goals, der bei 6,58 liegt. Das heißt, zwischen sechs und sieben Tore für Schalke wären eigentlich realistisch gewesen. Schalke traf aber nur dreimal.

Das heißt, dass hier eine deutliche Diskrepanz vorliegt. Schalke hätte durchaus das Potenzial, mehr Tore zu schießen, lässt das aber versäumen. Ein Dilemma: Edin Dzeko ist jemand, der genau diese Effizienz mitbringen würde, er kann aber nicht gegen jeden Gegner spielen, weil ihm dann mitunter die Energie fehlt, um im Pressing die notwendigen Akzente zu setzen. Das muss sich auf jeden Fall noch verbessern.
Dass Kenan Karaman wieder in Richtung 100 % seiner Leistungsfähigkeit kommt, ist dafür eigentlich ideal. Schalke weiß ohnehin, wo die Probleme liegen und dass das bisher der Punkt ist, den man noch am ehesten verbessern muss.