Überraschungs-Auftritt auf Schalke: Das steckt hinter der Rückkehr von Leo Scienza

Ein Spieler seiner Klasse würde dem FC Schalke 04 guttun. Zumal sich Leo Scienza (27) beim Revierklub bestens auskennt. Zwei Jahre ging der Stürmer einst in der U23 auf Torejagd. Über Umwege landete der Brasilianer beim FC Southampton. Jetzt kehrte er nach Gelsenkirchen zurück.
Von 2020 bis 2022 stürmte Scienza für die zweite Mannschaft der Schalker. In der Regionalliga lief er 59-mal für die königsblaue Reserve auf. Dabei gelangen ihm 15 Treffer und 17 Torvorlagen. Für die Profis des Vereins reichte es damals allerdings nicht. Nach einem erfolglosen einjährigen Intermezzo beim 1. FC Magdeburg begann der Aufstieg des Angreifers.
Beim SSV Ulm und 1. FC Heidenheim netzte er mit schöner Regelmäßigkeit ein. Nach insgesamt 74 Einsätzen und 42 Torbeteiligungen griff der FC Southampton zu und legte neun Millionen Euro auf den Tisch. Auch in Englands Championship bewies Scienza sein Können. Dank seiner sieben Treffer und zehn Assists lagen die Saints lange aussichtsreich im Aufstiegsrennen. Doch eine Spionage-Affäre ließ jegliche Träume von einer Rückkehr in die Premier League platzen.
Trotz eines Vertrages bis 2029 ist ein vorzeitiger Abgang des 27-Jährigen nicht ausgeschlossen. Endgültig entschieden ist nichts. Nun ließ sich Scienza auf Schalke blicken, wie Ruhr24 berichtet. Am Sonntagabend (7. Juni) schuftete der Brasilianer gemeinsam mit U23-Trainer Jakob Fimpel (37) in der vereinseigenen Athletikhalle direkt neben den Trainingsplätzen. Das Duo absolvierte ein intensives Krafttraining.
In den Ehehafen eingelaufen
„Schöner Trainingstag im alten Zuhause“, kommentierte Ex-Schalker die Aufnahmen. Der Brasilianer und Jakob Fimpel sind ein eingespieltes Team. Beide kennen und schätzen sich noch aus ihrer gemeinsamen Zeit bei der königsblauen U23.
Scienza hält weiterhin engen Kontakt zum FC Schalke 04 und besuchte erst Mitte Mai eine Trainingseinheit des Regionalligateams. Ein Transfer zu den Königsblauen steht laut RUHR24 jedoch nicht im Raum. Mit einer geschätzten Ablösesumme von mehr als zehn Millionen Euro lässt sich ein Wechsel des Offensivakteurs finanziell nicht realisieren.

Der wahre Grund für den Aufenthalt des 27-Jährigen im Revier war ohnehin ein privater. Am Freitag (5. Juni) gab er seiner Freundin in Wattenscheid das Jawort. Die Reise in die Heimat nutzte der frischgebackene Ehemann dann einfach direkt für eine Extra-Fitnesseinheit auf Schalke.