Sky bestätigt: Schalke vor Transfercoup – So gut ist Satoshi Tanaka

Schalke steht vor dem ersten Bundesliga-Transfer. Laut Sky verpflichtet der S04 Satoshi Tanaka. Wie gut ist der japanische Nationalspieler?
Nachdem Sky bereits über das Interesse berichtet hatte, bestätigte der Sender nun entsprechende Meldungen aus Japan. Aufgrund des Abstiegs von Fortuna Düsseldorf besitzt Satoshi Tanaka eine Ausstiegsklausel in Höhe von rund einer Million Euro. Schalke soll Düsseldorf bereits darüber informiert haben, diese ziehen zu wollen. Trainer Miron Muslic hatte den Mittelfeldspieler zum Saisonende mehrfach persönlich beobachtet.
Dass Schalke überhaupt die Chance auf den 23-Jährigen erhält, darf durchaus als Glücksfall bezeichnet werden. Vor dem Düsseldorfer Abstieg lag Tanakas Ausstiegsklausel noch bei stolzen zehn Millionen Euro. Zudem hatte der japanische Nationalspieler das Interesse mehrerer Bundesligisten geweckt. Durch den Gang der Fortuna in die 3. Liga können die Königsblauen nun jedoch für lediglich rund eine Million Euro zuschlagen.
Der laufstarke Sechser überzeugt vor allem durch seine Spielintelligenz und seine hohe Intensität gegen den Ball. Seine Stärken liegen im Zweikampfverhalten, im Gegenpressing und im sauberen Passspiel. Spektakuläre Dribblings oder geniale Steckpässe gehören dagegen weniger zu seinem Repertoire. Der Linksfuß sorgt vielmehr für Balance und Stabilität.
Tanaka erkennt Räume früh, schließt Passwege und war einer der besten Zweikämpfer in der vergangenen Saison. Zudem gilt der japanische Nationalspieler als äußerst diszipliniert und zuverlässig. Nicht umsonst erinnert sein Profil an Landsmänner wie Wataru Endo oder Kaishu Sano.
Tanaka ist Schallenberg in nahezu allen Statistiken überlegen
Von allen Schalkern ähnelt Tanaka am ehesten Ron Schallenberg. Beide Spieler sind vor allem gegen den Ball stark und gehören mit jeweils 32km/h-Topspeed nicht zu den schnellsten Mittelfeldspielern. Allerdings sprechen viele Werte klar für den zehn Zentimeter kleineren Japaner.
So führt und gewinnt Tanaka mehr Defensivduelle, fängt mehr Bälle ab und bringt mehr progressive Pässe sowie Schlüsselpässe an den Mitspieler. Auch im Spielaufbau und bei der Ballzirkulation besitzt der 1,75 Meter große Mittelfeldspieler Vorteile. Schallenberg liegt lediglich bei Luftzweikämpfen, Grätschen und bei Pässen ins letzte Drittel leicht vorne.

Interessant dürfte zudem werden, wie Miron Muslic sein Mittelfeld aufstellt. Mit Soufiane El-Faouzi, der 1,78 Meter misst und dem 1,75m großen Japaner, könnte Schalke künftig mit einer kleinen Doppelsechs auflaufen. Gerade bei Standardsituationen und physischen Gegenspielern könnte dies noch zum Thema werden. Spielerisch würden sich der offensivfreudige El-Faouzi und der Abräumer Tanaka jedoch hervorragend ergänzen.
Sollte der Transfer wie erwartet über die Bühne gehen, würde Schalke einen Spieler verpflichten, der die Sichtbarkeit des Klubs in Japan erhöhen und zugleich sportlich weiterhelfen könnte.