Ist Katic zu langsam? Muslic-Liebling sorgt für Diskussionen auf Schalke

Der FC Schalke bereitet sich auf die Rückkehr in die Bundesliga vor und arbeitet dabei auch an seiner taktischen Ausrichtung. Im Mittelpunkt steht Abwehrchef Nikola Katic, dessen Rolle im künftigen Defensivsystem diskutiert wird.
Mit dem Wiederaufstieg in die Bundesliga beginnt für den FC Schalke 04 die nächste Bewährungsprobe. Nach einer erfolgreichen Saison in der 2. Liga richtet sich der Blick nun auf den Klassenerhalt. Neben möglichen Verstärkungen beschäftigt die Verantwortlichen dabei auch die Frage, mit welcher taktischen Ausrichtung die Mannschaft die kommende Spielzeit angehen soll.
Wie die BILD berichtet, will Trainer Miron Muslic sein Team flexibel aufstellen und sowohl eine Dreier- als auch eine Viererkette etablieren. Im Zuge dieser Überlegungen rückt insbesondere Nikola Katic in den Fokus. Der Innenverteidiger kam im Sommer 2025 vom FC Zürich nach Gelsenkirchen und entwickelte sich schnell zu einer festen Größe in der Schalker Hintermannschaft.
Der 29-Jährige gehörte zu den prägenden Figuren der Aufstiegssaison. Vor allem während der Hinrunde war Schalke defensiv kaum zu überwinden. Muslic setzte damals überwiegend auf eine Dreierkette, die der Mannschaft deutlich mehr Stabilität verlieh. In den 16 Ligaspielen mit Katic in dieser Formation mussten die Königsblauen lediglich neun Gegentreffer hinnehmen – ein wesentlicher Faktor für den späteren Erfolg.
Schalke vor Systemwechsel? Die Dreierkette wird wieder Thema
Zur Rückrunde veränderte sich das Gesicht der Mannschaft. Mit den Winterzugängen Edin Dzeko, Dejan Ljubicic, Adil Aouchiche und Moussa Ndiaye verlagerte sich der Schwerpunkt stärker auf das Offensivspiel. Häufig agierte Schalke nun mit einer Viererkette. Die Folge: Die Balance zwischen Angriff und Defensive geriet teilweise ins Wanken. In den zehn Ligaspielen mit Katic in diesem System kassierte Schalke 14 Gegentore. In den sieben Partien, die der Bosnier verpasste, waren es lediglich sieben.

Die Zahlen allein liefern zwar keine eindeutigen Antworten, sie haben jedoch eine Diskussion angestoßen. Katic bringt vieles mit, was ein Abwehrspieler benötigt: Robustheit, Kopfballstärke und Führungsqualitäten. Sein Profil ist allerdings weniger auf Geschwindigkeit als auf körperliche Präsenz ausgelegt. Genau deshalb stellt sich die Frage, wie gut seine Spielweise zu den Anforderungen der Bundesliga passt, in der Angreifer Räume oft deutlich konsequenter bestrafen.
Wie die BILD berichtet, deutet bei Schalke daher aktuell vieles auf eine Rückkehr zur Dreierkette hin. In diesem System kann Muslic-Liebling Katic seine Qualitäten am besten ausspielen – und dürfte auch in der Bundesliga eine wichtige Stütze der Königsblauen bleiben.