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Vier Gründe: Deshalb verpflichtete Schalke Gosens statt Ndiaye

Robin Gosens
Foto: IMAGO

Der FC Schalke 04 entschied sich im Sommer für Robin Gosens und gegen Moussa Ndiaye. Dafür gab es gleich mehrere Gründe, die weit über die Ablösesumme hinausgehen.


Robin Gosens trägt künftig das Trikot des FC Schalke 04 – und nicht Moussa Ndiaye. Während viele Fans dem Publikumsliebling aus der vergangenen Zweitliga-Saison nachtrauern, sprechen aus Sicht der Verantwortlichen gleich mehrere Argumente für den erfahrenen Ex-Nationalspieler. Vor allem finanzielle, sportliche und mannschaftsinterne Aspekte sollen bei der Entscheidung den Ausschlag gegeben haben.

Der erste und wohl wichtigste Punkt betrifft die Kosten. Schalke musste bei Gosens keine Leihgebühr zahlen, zudem greift die Kaufpflicht nur unter bestimmten Voraussetzungen und soll sich auf etwas mehr als eine Million Euro belaufen. Bei Ndiaye hätte die Rechnung deutlich höher ausgesehen. Neben einer Leihgebühr wäre im Anschluss eine Ablösesumme von mindestens drei Millionen Euro, möglicherweise sogar bis zu fünf Millionen Euro für den 24-Jährigen fällig geworden. Sky-Reporter Dirk große Schlarmann bringt es daher auf den Punkt: „Aktuell ist Ndiaye für Schalke finanziell nicht darstellbar.“

Auch das sportliche Profil sprach offenbar für Gosens. Der 32-Jährige gilt als Außenbahnspieler, der nicht nur defensiv zuverlässig arbeitet, sondern regelmäßig Torgefahr ausstrahlt. In seiner Karriere gelangen ihm mehrfach starke Tor- und Assistwerte, während Ndiaye offensiv deutlich weniger Akzente setzte. Gerade für einen Bundesliga-Aufsteiger, der sich voraussichtlich nur wenige Torchancen pro Spiel erarbeiten wird, kann ein offensivstarker Schienenspieler den Unterschied machen.

Konstanz sprach für Schalke-Transfer von Gosens statt Ndiaye

Hinzu kommt die größere Verlässlichkeit des Neuzugangs. Gosens hat seine Qualitäten über Jahre in der Bundesliga, Serie A und sogar in der Champions League nachgewiesen. Bei Ndiaye wird zwar das große Potenzial anerkannt, allerdings fehlte ihm in der Vergangenheit immer wieder die Konstanz. Während der Senegalese auf Schalke in der Rückrunde überzeugte, soll er zuvor in Belgien nicht immer konstant abgeliefert haben.

Moussa Ndiaye
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Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Rolle innerhalb der Mannschaft. Gosens wird zugetraut, sofort Verantwortung zu übernehmen und als Führungsspieler voranzugehen. Zudem passt seine Mentalität perfekt zu den Vorstellungen von Trainer Miron Muslic. Dieser bezeichnete den Neuzugang bereits als „Bessermacher“, der mit seiner Einstellung und Intensität das gesamte Team mitziehen könne.

Am Ende fällt das Fazit von Sky eindeutig aus: „Das Gesamtpaket Gosens bringt tatsächlich für Schalke in der jetzigen Situation viel mehr Pro-Argumente als Ndiaye.“