Anführer Dzeko vorneweg: Bosnien und Herzegowina gibt WM-Kader bekannt

Kanada, Katar und die Schweiz: Das sind die Gegner von Bosnien-Herzegowina bei der Fußball-WM (11. Juni bis 19. Juli 2026). Zwei Schalker reisen mit über den Großen Teich.
Spät qualifizierten sich die Südosteuropäer für das Turnier – und das auf äußert dramatische Weise. In den Play-offs benötigten sie sowohl gegen Wales als auch Italien ein Elfmeterschießen. Doch die Auswahl von Nationaltrainer Sergej Barbarez (54) behielt die besseren Nerven und setzte sich vom Punkt durch. Erst zum zweiten Mal nach 2014 fährt Bosnien-Herzegowina zu einer Fußball-WM.
Während andere Nationen aber noch grübeln, welche 26 Spieler sie zur WM schicken, hat Sergej Barbarez bereits jetzt Nägel mit Köpfen gemacht. Der einstige Bundesligaprofi nominierte einen Kader mit zahlreichen bekannten Namen.
Angeführt wird das Team von seinem Kapitän Edin Dzeko (40), der aktuell bei 148 Einsätzen und 73 Toren für sein Land steht. Mit Nikola Katic findet sich erwartungsgemäß ein weitere Knappe im bosnischen Kader. Der 29 Jahre alte Innenverteidiger lief bislang 15-mal für sein Land auf und netzte einmal ein.
Selektor Sergej Barbarez odabrao je 26 reprezentativaca koji će predstavljati Bosnu i Hercegovinu na Svjetskom prvenstvu u SAD, Kanadi i Meksiku.#NFSBiH #zmajevi #FIFAWorldCup2026 #dreambigdreambih pic.twitter.com/tnmmSNEXYx
— NFS BIH (@NFSBiH) May 11, 2026
Ebenfalls Teil des Aufgebotes ist mit Sead Kolasinac (32/64 Länderspiele) ein früherer Schalker, der aktuell für Atalanta Bergamo aufläuft. Neben Dzeko und Katic erhielten vier weitere in Deutschland aktive Profis eine Nominierung von Barbarez. Dies sind Dzenis Burnic (27/18 Lsp.) vom Karlsruher SC, St.-Pauli-Torwart Nikola Vasilj (30/25), der Stuttgarter Ermedin Demirovic (28/38) sowie Gladbachs Haris Tabakovic (31/10).
„Ohne Schalke vielleicht nicht geschafft“
Dazu gesellt sich Kerim Alajbegovic, der im Sommer von RB Salzburg zu Bayer Leverkusen zurückkehrt. Der 18 Jahre alte Offensivspieler, ein gebürtiger Kölner, hatte in Salzburg mit acht Treffern und drei Assists auf sich aufmerksam gemacht. Leverkusen macht nun von seinem Rückkaufsrecht Gebrauch.
Dzekos Erfolg, Bosnien als Kapitän zur WM zu führen, ist eng mit seinem Engagement bei den Königsblauen verknüpft, betont er selbst. „Die WM-Qualifikation hätte ich ohne Schalke vielleicht nicht geschafft“, erklärte der Rekord-Internationale seines Landes jüngst auf der Vereins-Website.

Seine Zeit in Florenz war von wenig Spielanteilen geprägt. Nachdem er in der ersten Saisonhälfte in elf Spielen der Serie A lediglich 236 Minuten auf dem Platz stand, suchte Dzeko im vergangenen Winter eine neue Herausforderung – und stieg mit Schalke in die Bundesliga auf.