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Mission erfüllt: Warum Norbert Elgert besonders stolz auf diesen Schalker Aufstieg ist

Norbert Elgert
Foto: IMAGO

Der FC Schalke 04 genießt einen hervorragenden Ruf für seine Nachwuchsförderung. Untrennbar mit den Errungenschaften in der Knappenschmiede verbunden ist die Person Norbert Elgert. Die 69 Jahre alte Trainerkoryphäe formte manches Talent zu einem Top-Star.


Die Kaderplanung für das Oberhaus nimmt Form an. Wie der Verein am Mittwoch offiziell bestätigte, hat Mika Wallentowitz (18) sein Arbeitspapier vorzeitig bis 2030 ausgeweitet.

Elgert freut es. „Das erfüllt uns schon auch ein bisschen mit Stolz, dass die Knappenschmiede helfen konnte – mit Tim Hoogland, mit Volkan Ünlü, aber auch mit Mertcan Ayhan, Mika Wallentowitz, Vitalie Becker und den anderen Jungs, die jetzt weniger Einsätze hatten, aber die auch dabei waren“, nennt der Erfolgs-Coach gegenüber Reviersport die Namen der Youngster, die schon fleißig Profiluft schnuppern durften.

Neben Wallentowitz und Becker (21), die vor allem in der Hinserie lieferten, hat Ayhan (19) den nächsten Schritt gemacht und sich als absoluter Leistungsträger etabliert. „Mertcan hatte ja noch Vertrag. Aber ich glaube schon, dass wir da noch einmal ganz entscheidend kommuniziert haben, dass Mertcan aufgrund seines Potenzials unbedingt zu halten ist“, ruft Elgert in Erinnerung, wie die Situation noch vor einem Jahr aussah. Damals war der Abwehrspieler fester Bestandteil der Schalker U19.

„In Geduld üben“

Ayhans Entwicklungskurve zeigt steil nach oben. Mit bislang 27 absolvierten Pflichtspielen gehört er zum Stammpersonal. Einen Großteil dieser Begegnungen bestritt er über die gesamte Distanz. „Es ist natürlich extrem erfreulich, dass er sich auf Augenhöhe mit Kurucay und Katic bewegt. Das ist schon besonders“, betont Elgert.

Die Verantwortlichen müssten sich nach dem Aufstieg in eine höhere Liga aber in Geduld üben, mahnt der 69-Jährige. „Er ist ja noch ein ganz junger Spieler und hat ganz viel Luft nach oben. Es wird für alle nicht einfacher, auch für die Älteren nicht“, weiß der erfahrene Fußballlehrer, der selbst 58-mal für S04 in der Bundesliga auflief.

Norbert Elgert
Foto: IMAGO

Die Erfolge seiner Schützlinge bringen ihn ins Schwärmen. „Das ist ja unser Job. Auch unter schweren Bedingungen in den letzten sieben, acht, neun Jahren sind wir stolz darauf, dass uns das nach wie vor gelungen ist, unsere Aufgabe zu erfüllen, zu liefern“, erklärt Elgert.

Zurücklehnen werde er sich aber nicht. „Ich bin optimistisch, dass wir den Weg der Stabilisierung und Konsolidierung im ganzen Verein fortsetzen werden. Wir werden weiter versuchen, unseren Anteil daran zu leisten.“