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Königsblaue Vergangenheit, goldene Zukunft: Ex-Schalker greift nach historischer Meisterschaft

Alexander Schwolow
Foto: IMAGO

Auf Schalke gilt er als einer der größten Transfer-Flops. Nach einem vielversprechenden Start agierte Alexander Schwolow (33) in der Folge nicht souverän, verlor seinen Stammplatz. Der Schlussmann erwies sich nicht als der erhoffte Rückhalt im Abstiegskampf 2022/23.


Auf Schalke durchlebte Schwolow eine Achterbahnfahrt: Als Nummer eins gestartet, degradierte der damalige Chef-Trainer Thomas Reis (52) den Keeper nach einer 1:6-Klatsche gegen RB Leipzig. Doch der 1,90-Meter-Mann kehrte noch einmal zurück. Sein Comeback zwischen den Pfosten verdankte er aber lediglich den Adduktorenproblemen von Ralf Fährmann (37) im Saisonendspurt.

In seinen 25 Pflichtspielen für S04 musste Schwolow den Ball 63-mal aus dem eigenen Netz fischen. Am Ende stand der bittere Abstieg – für die Leihgabe von Hertha BSC endete das Kapitel Gelsenkirchen mit einer Rückkehr nach Berlin. In der Hauptstadt zog er allerdings weiter zum 1. FC Union. Dort nahm er hinter Frederik Rönnow (33), einem anderen früheren Schalker Schlussmann, die Nummer zwei ein.

Doch seit dem Sommer 2025 befindet sich Schwolow auf Erfolgskurs. Mit Heart of Midlothian steuert der gebürtige Wiesbadener zielstrebig auf den Titel in der schottischen Premiership zu. Der Klub aus Edinburgh kann die Meisterschaft aus eigener Kraft eintüten.

Wichtiger Sieg im Spitzenduell

Am Montag (4. Mai) bezwangen die Hearts die Glasgow Rangers im Top-Spiel mit 2:1. Sicherer Rückhalt einmal mehr: Ex-S04-Torhüter Schwolow. Drei Runden vor Schluss thronen die Gorgie Boys an der Spitze. Mit drei Punkten Rückstanden folgt Celtic Glasgow. Die Rangers sind nach der Niederlage mit jetzt sieben Zählern Rückstand raus aus dem Meisterrennen. Am letzten Spieltag könnte es im Celtic Park zum großen Showdown mit den Hearts kommen.

Der Erfolg des Außenseiters aus Edinburgh wäre eine veritable Sensation. Seit ein gewisser Alex Ferguson (84) den FC Aberdeen in der Saison 1984/85 zur Meisterschaft führte, gab es keinen anderen Champion mehr als die beiden Groß-Klubs aus Glasgow. Die Hearts feierten bis dato vier Meistertitel, zuletzt 1960.

Alexander Schwolow
Foto: IMAGO

„Willst du die Großen schlagen, musst du am Limit spielen“, betont Schwolow auf der vereinseigenen Website. „Gegen die Top-Teams brauchen wir eine makellose Leistung, sonst reicht es auf diesem Niveau nicht.“ Der 33-Jährige geht voran und hat diese „makellosen Leistungen“ regelmäßig gebracht. In dieser Saison absolvierte er bisher 30 Pflichtspiele, in denen er nur 23-mal hinter sich greifen musste. Beste Voraussetzungen, um den Traum vom Titel wahr werden zu lassen.