„Ich bin stinksauer“: Schalke-Team erlebt Drama trotz 4:0-Führung

Nach einer komfortablen 4:0-Führung erlebt Schalkes U19 gegen Wolfsburg einen bitteren Einbruch und verliert noch mit 4:5. Trotzdem reicht es dank des besseren Torverhältnisses für den Einzug ins Achtelfinale.
Die U19 des FC Schalke 04 hat trotz einer spektakulären 4:5-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg das Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft erreicht. In einer Partie, die selbst für Trainer Norbert Elgert außergewöhnlich war, verspielten die Königsblauen eine komfortable 4:0-Führung und mussten am Ende dennoch lange um das Weiterkommen zittern.
Dabei begann alles nach Plan: Schalke dominierte die Begegnung und lag bis kurz nach der Pause deutlich in Front. Doch mit dem ersten Wolfsburger Treffer kippte die Partie komplett. Die Gäste drehten das Spiel und fügten dem S04 eine bittere Niederlage zu. Besonders die Defensivleistung nach dem Anschlusstreffer sorgte für großen Unmut bei Elgert. „Wenn du die Basics nicht berücksichtigst – Zweikämpfe gewinnen, Schüsse blocken, Flanken verhindern, Decken in der Box –, dann hast du ein Scheibenschießen“, bilanzierte der erfahrene Coach gegenüber RevierSport.
Schalke-U19 verliert 4:5 gegen Wolfsburg und kommt weiter
Nach dem Abpfiff richteten sich die Blicke sofort auf die Parallelspiele. Borussia Dortmund hätte mit einem hohen Sieg noch vorbeiziehen können, doch das 3:1 in Heidenheim reichte nicht aus. Dank des besseren Torverhältnisses behauptete Schalke Rang vier – und durfte letztlich doch jubeln. „Das ist mit unserer Truppe ein Riesenerfolg“, sagte Elgert erleichtert.

Die Minuten des Wartens nach Spielende waren geprägt von Unsicherheit. Spieler und Verantwortliche verfolgten gespannt die letzten Spielstände, ehe die erlösende Nachricht eintraf. Erst dann wich die Anspannung der Erleichterung – trotz der zuvor erlebten Enttäuschung auf dem Platz.
Klar ist jedoch auch: Für die anstehende K.o.-Runde wird eine Leistungssteigerung nötig sein. Im Achtelfinale wartet mit der TSG Hoffenheim ein starker Gegner. „Dieser Jahrgang ist extrem spielstark, das ist wieder eine Hausnummer. Das sind jetzt alle dicke Brocken“, warnte Elgert gegenüber RUHR24 bereits mit Blick auf die kommende Aufgabe.
Trotz aller Kritik überwog am Ende die Freude über das Erreichen der nächsten Runde. Schalke steht erneut unter den besten 16 Teams Deutschlands – und will dort möglichst lange bleiben.